16.11.2004 Interview
Nach vorne ranrobben
Hagen Liebing im Gespräch mit Theo Gries
Hagen Liebing: Hallo Herr Gries, ich würde gerne noch einmal auf das Rostock-Spiel in der vergangenen Woche zurück kommen. Mussten sie viel Aufbauarbeit leisten, nachdem die Partie noch in letzter Minute verloren ging?
Theo Gries: Aufbauarbeit in der Hinsicht, dass wir uns die Mannschaft einmal vorgeknöpft haben, dass wir auf die Einstellung hingewiesen haben, die absolut nicht zu akzeptieren war in diesem Spiel. Für mich ist es total unverständlich, dass man gegen den Tabellenführer nicht die nötige Eigenmotivation entwickeln kann, um ein solches Spiel erfolgreich anzugehen. Vor allem als direkter Tabellennachbar muss ich von meiner Mannschaft eine andere Leistung erwarten.
Als nächstes warten die Amateure aus Cottbus ein Team, das zur Zeit eher zwischen Gut und Böse im Tabellenmittelfeld steht...
Ich habe Cottbus in dieser Saison bisher dreimal gesehen, mit unterschiedlichen Leistungen. Nicht zuletzt aufgrund dessen, dass sie in einigen Spielen auch mit Profis bestückt waren. Sie haben zuletzt in Lichtenberg 2:1 verloren, aber das ist eine Mannschaft, die auch immer wieder ein Spiel ankurbelt, spritzig und schnell, allerdings nicht so kompakt und mit so hoher Qualität, wie das bei Rostock der Fall war.
Steht Ihnen die Mehrzahl ihrer Spieler wieder zur Verfügung, zuletzt hatte es ja zahlreiche Ausfälle gegeben?
Nicht zur Verfügung steht Peter Peschel, er hat Probleme mit der Achillessehne. Alle anderen sind im Trainingsbetrieb und auf sie kann ich zurück greifen.
Vier Spiele stehen ja in dieser Hinrunde noch an und wollen ernst genommen werden. Ist das Pokalderby gegen den 1. FC Union dennoch bereits ein Thema?
Gries: Ja, die Mannschaft freut sich auf das Spiel, genauso, wie ich das mache und der Verein es tut. Ich muss natürlich ich den Trainingseinheiten darauf hinweisen, dass das Spiel gegen Cottbus nun erst einmal das wichtigste Spiel ist. Mit der Perspektive, dass Babelsberg am Wochenenden in Ludwigsfelde spielt und dies ja auch kein Selbstläufer ist. Da müssen wir jetzt unserer eigenen Spiele unbedingt nutzen, um uns wieder ranzurobben an die vorderen Positionen. Nur dann können wir die positiven Ergebnisse, die die noch anstehenden Duelle der Konkurrenz untereinander bringen werden, auch für uns nutzen.
Tun sie das. Wir drücken alle Daumen. Und vielen Dank für dieses Gespräch.
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