06.02.2005 Interview

Aktiv für die Fans

Felix Krüger im Gespräch mit Mirko (Fanbeauftragter)

TeBe live: Hallo Mirko, den TeBe-Fans im Block E bist du ohnehin bekannt, die anderen regelmäßigen Besucher des Mommsenstadions dürften dich zumindest vom Sehen her kennen. Seit wann gehst du eigentlich zu TeBe?

Mirko: Mein erstes TeBe-Spiel war ein Heimspiel in der Saison 1992/93, Gegner war einer der beiden Spandauer Vereine. Spätestens seit Anfang 1994, als wir auch unseren damaligen Fanclub gründeten, bin ich Teil der jungen, aktiven Fanszene, die schon früh durch etliche TeBe-Fans aus den Siebzigern und Achtzigern vervollkommnet wurde. Seit diesen Anfängen ist viel Zeit vergangen, mit emotionalen Höhen und Tiefen. Und auf die Frage warum ich TeBe nun seit so vielen Jahren begleite, antworte ich: Weil die Begeisterung, die Familiarität und die Träume gegenüber den Niederlagen und Enttäuschungen stets überwogen haben.

Die Anregung, die Einrichtung des Fanbeauftragten wieder zum Leben zu erwecken, kam von dir selbst. Was war deine Motivation für diesen Vorschlag?

Meine Motivation resultierte vorwiegend aus dem Negativen: In jüngster Zeit wird unsere Fanszene wieder vermehrt mit Gewalt konfrontiert. Dazu zählen in erster Linie die Anfeindungen anderer Fangruppen, aber leider auch eine zunehmende Kriminalisierung seitens der Polizei. Besonders letzteres ist sehr schade, da wir in den Regionalligaspielen der Jahre 1994-1998 durchweg positive Erfahrungen mit der Polizei gemacht haben. Das berühmte „I-Tüpfelchen“ waren sicherlich die ärgerlichen Vorkommnisse nach dem Heimspiel gegen Energie Cottbus, als einige wenige unserer Fans von Union-Fans angegriffen wurden und im Verlaufe dieser Auseinandersetzung der Mannschaftsbus von Energie Cottbus beschädigt wurde. Dies ist natürlich ein Unding, was in Zukunft verhindert werden muss.

Was hast du dir als Fanbeauftragter vorgenommen und wo siehst du deine Aufgaben?

Zunächst einmal ist der Kontakt zu dem Sicherheitsbeauftragten und zu den Vereinseigenen Ordern zu suchen und zu pflegen. Eine gegenseitige Erreichbarkeit, vor allem während der Spiele, erscheint mir sehr nützlich. In näherer Zukunft wäre auch ein offenes Gespräch mit der Polizei denkbar, am besten mit drei bis vier Fanvertretern. In Bezug auf unserer Fanszene sollte es darum gehen ein harmonisches Klima zu wahren. Ganz bewusst halte ich den Kontakt zu den unterschiedlichen „Kleingruppen“ im Mommsenstadion. Zur allgemeinen Information: In der Regel bin ich während der Spiele im Block E zu erreichen.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Ehrenamtlichen des Vereins und wie ist der Kontakt zum Vorstand?

Gut! Am letzten Dienstag (Das Gespräch fand bereits in der vorigen Woche statt) wurde ich zu einem Gespräch mit dem neuen Sicherheitsbeauftragten Wolfgang Krischok und dem Leiter des Ordnungsdienstes in die Geschäftsstelle eingeladen. Das Gespräch war sehr angenehm und beruhte auf gegenseitigem Verständnis. Ich denke, dass die Zusammenarbeit ganz gut klappen wird. Der Kontakt zum Vorstand besteht ebenfalls und ich denke, dass er sich im Laufe der Zeit auch noch intensivieren wird. Eine enge Verbindung zu Hagen Liebing versteht sich von selbst.

Mit dem Heimspiel gegen den BFC Dynamo steht das nächste „Problemspiel“ unmittelbar bevor. Bist du hier schon in die Planung einbezogen worden?

Ja, ich werde in die Planung mit einbezogen. Das BFC-Spiel war das Hauptthema bei der besagten Besprechung in der Geschäftsstelle. Die Überlegungen von Seiten der Ordnerleitung schienen mir im wesentlichen sehr vernünftig, die Punkte die mir darüber hinaus noch wichtig waren wurden anerkennend berücksichtigt. Mitte nächster Woche nehme ich noch an einer großen Sicherheitsbesprechung zum BFC-Spiel teil. Dort werden auch Vertreter vom BFC, vom Bezirksamt und der Polizei anwesend sein. In Bezug auf die konkrete Planung muss man zunächst die Auflagen der Polizei abwarten.

Dann wünsche ich Dir viel Erfolg bei diesem schwierigen und sicher mitunter auch undankbaren Ehrenamt, für das Du Dich dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hast und bedanke mich für das Gespräch.

älterer Artikel   neuerer Artikel

zum Seitenanfang Seite drucken
Loading