TeBe gewinnt Traditionsderby

Pokal: TeBe - Blau Weiss 7:1 (4:0)

2. Runde Berliner-Pilsner-Pokal: TeBe vs. SV Blau Wei

Zu einer überaus deutlichen Angelegenheit geriet am Freitagabend der von vielen mit Spannung und Vorfreude erwartete West-Berliner Klassiker zwischen Tennis Borussia und dem SV Blau Weiss: Sieben Tore mussten die Tempelhofer hinnehmen. Den Ehrentreffer erzielte bei seiner Rückkehr ins Mommsenstadion der ehemalige TeBe-Stürmer Michael Fuß.

Doch Fuß, der für sein Tor nicht nur von den Fans beider Vereine gefeiert, sondern auch wie zu seinen Zeiten als Veilchen mit seinem persönlichen Torjingle, "Micha" von den Ärzten, geehrt wurde, war nicht der einzige Blau-Weiße, für den das Auflaufen im Mommsenstadion die Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte bedeutete: Auch der Torwart der Gäste, der 47-jährige Andreas Vogler, ist ein ehemaliger Borusse. Für ihn war 1986/87 Tennis Borussia der erste große Verein seiner langen Karriere als Stürmer. Und noch etwas machte für Andreas Vogler das Spiel gegen TeBe zu etwas Besonderem: Denn während er mittlerweile als Keeper seinen Tätigkeitsbereich vom gegnerischen in den eigenen Strafraum verlegt hat, ist sein Sohn als Offensivspieler in seine Fußstapfen getreten und geht auf Torejagd - und zwar für Tennis Borussia. Und ausgerechnet dieser Dennis Vogler war es dann, der den ersten Treffer des Tages erzielte. Es war noch keine Viertelstunde gespielt, als Benny Hendschke zunächst mit einem strammen Fernschuss an Vogler sen. scheiterte, der den Ball jedoch nur nach vorne abwehren konnte - genau vor die Füße seines Sohnes, der dann keine Mühe hatte, TeBe in Führung zu bringen.

Die Gäste, die passend zum Retro-Charme der Ansetzung im 3-5-2-System mit Manndeckern und Libero angetreten waren, hatten Mitte der ersten Halbzeit ihrerseits eine Großchance, doch Jurzik konnte den nach einer Ecke per Kopf in Richtung des TeBe-Tors gebrachten Ball halten (23.). Zehn Minuten später war es auf der anderen Seite Hendschke, der eine Flanke von Diego Tolentino per Kopf knapp am rechten Pfosten des Blau-Weiss-Tores vorbeisetzte und somit die stärkste Phase der Borussen einleitete (34.). Kurz darauf schloss Cenk Agkün einen mit schönen Steilpässen schnell vorgetragenen Angriff mit einem satten Schuss ins lange Eck erfolgreich ab (36.). Im direkten Anschluss überwand Hendschke mit einem 40-Meter-Schuss Vogler d.Ä. und in der 40. Minute stellte wiederum Akgün nach Vorarbeit Tolentinos aus Nahdistanz den 4:0-Halbzeitstand her.

Auch nach dem Seitenwechsel gelang es dem Bezirksligisten nicht, die Partie noch einmal spannend zu machen. Vielmehr sorgten die Lila-Weißen nach einer guten Stunde, erneut mit drei Toren binnen weniger Minuten, endültig für klare Verhältnisse: In der 62. Minute nutzte Akgün ein Missverständnis zwischen Andreas Vogler und einem Blau-Weiss-Verteidiger zu seinem dritten Treffer, in der 63. überwand der auf links durchgestartete Tolentino den Gästetorwart mit einem Lupfer und in der 65. verwandelte Daniel Bongartz einen Foulelfmeter zum 7:0. Angesichts des überdeutlichen Zwischenstands war es da verschmerzbar, dass der TeBe-Verteidiger fünf Minuten später erneut zum Strafstoß antrat, diesen dann aber gegen den Pfosten setzte. Der Ehrentreffer durch Michael Fuß, der in der 79. Minute den Ball aus Nahdistanz per Kopf über die Linie drückte, änderte am grundsätzlichen Verlauf des Abends dann nichts mehr.

Wie das Berlin-Liga-Team hatte auch TeBe II in seinem Pokalwettbewerb ein Erstrunden-Freilos und startet nun mit einem Heimspiel in den Wettbewerb. Die Zweite empfängt am Sonntag, um 14 Uhr, auf der Hans-Rosenthal-Sportanlage BSC Rehberge II.

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