TBAF erhält Magnus-Hirschfeld-Preis

Auszeichnung für Initiative "Fußballfans gegen Homophobie"

Die TeBe-Abteilung Aktive Fans (TBAF) ist Preisträger des 4. Magnus-Hirschfeld-Preises der Arbeitsgemeinschaft „Schwusos“ in der Berliner SPD. Sie wurde für Ihr Engagement in der Kampagne „Fußballfans gegen Homophobie“ geehrt, die seit einiger Zeit ein großes Banner durch Europas Stadien schickt, das in den Arenen für Gleichberechtigung wirbt und vielerorts wichtige Diskussionen über Homophobie im Fußball angestoßen hat.

Der nach dem jüdischen Arzt und Sexualforscher Hirschfeld (1868-1935) benannte Preis wurde am Montagabend im Rahmen einer Preisverleihung im Rathaus Charlottenburg vergeben. TBAF wurde in der Kategorie „Institution/Projekt“ ausgezeichnet, den Preis für eine Einzelperson erhielt die Feministin, Soziologin und Verlegerin Dagmar Schultz für Ihr jahrelanges Engagement. Der Preis besteht jeweils aus einer Plakette mit dem Porträt von Dr. Magnus Hirschfeld und ist zusätzlich mit jeweils 500 Euro dotiert.

Die Laudatio für das Engagement vieler TeBe-Mitglieder im Rahmen von „Fußballfans gegen Homophobie“ hielt Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD). Er lobte die umtriebige TeBe-Fanszene für ihr jahrelanges Engagement und würdigte, dass dieses bis in das Jahr 1999 zurückreicht. Damals konterte man die permanenten homophoben Anfeindungen in vielen Stadien mit der sogenannten „Tuntenfahrt“ zum Auswärtsspiel bei Energie Cottbus, als zahlreiche Fans sich in Leder, Kleid und Stöckelschuhe warfen und Gesängen wie „lila-weiß ist schwul“ somit auf humorvolle Art den Wind aus den Segeln nahmen.

Seither hat sich TeBe immer wieder um die Gleichberechtigung in Stadion und Verein verdient gemacht. Ein Antidiskriminierungsparagraph wurde frühzeitig in der Vereinssatzung verankert und seit Jahren nehmen Fans und Aktive des Vereins an den Respect Gaymes des LSVD teil, mit dem sich auf diesem Wege eine jahrelange und freundschaftliche Zusammenarbeit entwickelt hat. Zuletzt machte die Abteilung TBAF mit der nun geehrten Initiative „Fußballfans gegen Homophobie“ auf sich aufmerksam und sorgt bis heute dafür, dass Homophobie im Fußball auch ausserhalb des Mommsenstadions endlich bekämpft wird.

Tennis Borussias Vize-Vorsitzender Roland Weißbarth nahm den Preis entgegen und dankt der Jury und den Berliner Schwusos für die Auszeichnung. Er sehe den Preis „als Antrieb, die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre im Bereich des Kampfes gegen Diskriminierung – insbesondere gegen Homophobie – fortzusetzen“, so Weißbarth in seiner Rede. Der TBAF-Abteilungsvorsitzende Kevin Kühnert ergänzte vor mehreren dutzend Gästen: „Wir sind froh, dass schwule und lesbische Fans unseren Vereins sich im Mommsenstadion nicht aus Angst vor Diskriminierung und Gewalt in eine Ecke verkrümeln oder eigene Fanclubs gründen müssen. Wir haben eine Atmosphäre schaffen können, in der die sexuelle Orientierung in der Fankurve und auf dem Platz keine Rolle mehr spielt. Wenn wir es mit ‚Fußballfans gegen Homophobie‘ schaffen ein wenig von dieser Mentalität in andere Stadien zu transportieren, dann ist das schon mehr, als wir uns anfangs haben träumen lassen.“

Desweiteren unterstrichen Weißbarth und Kühnert die besondere Rolle von Christian Rudolph, der die Kampagne seit vielen Monaten maßgeblich organisiert und repräsentiert. Ihm und allen seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern gratuliert Tennis Borussia Berlin ganz herzlich zur Auszeichnung mit dem Magnus-Hirschfeld-Preis!

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