{"id":2086,"date":"2014-05-24T19:06:56","date_gmt":"2014-05-24T17:06:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/?p=2086"},"modified":"2014-05-25T11:51:01","modified_gmt":"2014-05-25T09:51:01","slug":"hollstein-walter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/hollstein-walter\/","title":{"rendered":"Hollstein, Walter"},"content":{"rendered":"<p><strong>Trainer 1927\/28<\/strong><\/p>\n<p>Walter Hollstein \u00fcbernimmt den Trainerposten von Sepp Herberger. Leider sind die Quellen zu seinem Wirken im Verein recht schweigsam.<\/p>\n<p>Das Protokoll der Mitgliederversammlung am 28. Juni 1927 berichtet, dass die \u00dcbungsleitung nach der Berufung Otto Nerz&#8216; als Reichtrainer auf Herberger \u00fcbergeht.<\/p>\n<blockquote><p>Ende des Kalenderjahres verlie\u00df uns unser Trainer, Herr Otto Nerz, der zum Reichstrainer des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes bestellt worden ist. [&#8230;]<br \/>\nVon einer neuen Besetzung des Trainerpostens haben wir bisher mit R\u00fccksicht auf die finanzielle Lage des Vereins abgesehen. Wir waren dazu umso mehr in der Lage, als unser Vereinskamerad Herberger ehrenamtlich die Leitung des Trainings \u00fcbernommen und bisher zu aller Zufriedenheit durchgef\u00fchrt hat. Nachdem jetzt die R\u00e4umlichkeiten des Post-Stadions nahezu fertiggestellt sind, werden wir der technischen Furchf\u00fchrung des Trainings allergr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit zuwenden und auch der Frage einer Anstellung eines neuen Trainers n\u00e4hertreten m\u00fcssen. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass das Interesse an einem geregelten Training auch bei den unteren Mannschaften in reichlichem Ma\u00dfe vorhanden ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die letzte Bemerkung des Berichterstatters Dr. Braubach, amtierender 1. Vorsitzender der Veilchen, illustriert, dass Seppl Herberger nur den Trainingsbetrieb der Ersten Herren aufrecht erh\u00e4lt. In allen anderen Abteilungen liegt das \u00dcbungswesen brach, denn bezahlte Trainer stehen dem sportlichen Betrieb auch aller anderen Abteilungen und Mannschaften zur Seite.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Generalversammlung ein Jahr sp\u00e4ter, am 15. Mai 1928, erstattet Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Carl Koppehel Bericht und best\u00e4tigt den Nachgeborenen die Verpflichtung Walter Hollsteins, vers\u00e4umt es aber, ihn namentlich zu nennen. Auch wann Hollstein zu den Veilchen stie\u00df, l\u00e4sst er leider im Dunklen.<\/p>\n<blockquote><p>Einen bedeutsamen Schritt vollf\u00fchrten wir mit der Verpflichtung eines hauptamtlichen Trainers, der an zw\u00f6lf Stunden der Woche und Sonntags voll zu unserer Verf\u00fcgung steht. Neben der ersten Mannschaft sollen auch die anderen Kr\u00e4fte im Club, und insbesondere die starke Jugendabteilung, einem geregelten Training zugef\u00fchrt werden, weil wir unsere Aufgabe voll erf\u00fcllen wollen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Man wird demnach annehmen d\u00fcrfen, dass Walter Hollstein den Trainingsbetrieb mit Beginn der Saison 1927\/28 \u00fcbernimmt. Hollstein ist nach Vorarbeit des ehrenmtlichen Spielertrainers Herberger Architekt einer unvergleichlichen Serie: Bis April 1928 verlieren die Lila-Wei\u00dfen in 18 Spielen nur einen Punkt, bei einem herausragenden Torverh\u00e4ltnis von 93:16. Das ist deutscher Rekord.<\/p>\n<p>Allerdings gestaltet sich das Verh\u00e4ltnis des Cheftrainers zu seinem Vorg\u00e4nger nicht reibungslos, wie Hollsteins Sohn, der Soziologe Walter Hollstein, berichtet:<\/p>\n<blockquote><p>Mein Vater hat lebenslang von TeBe erz\u00e4hlt und ist TeBe auch immer verbunden geblieben; Hertha hat ihn nie interessiert. Ich war ja selber lange in Berlin, von 1971 bis 2oo7. In der Anfangszeit haben mich meine Eltern auch besucht und sind dann auch den alten Sportst\u00e4tten nachgegangen.<br \/>\nAn Episoden, wie sie sie auf ihrer Seite haben, kann ich mich momentan nicht erinnern. Mein Vater hat viel Pers\u00f6nliches erz\u00e4hlt, z.b. von Otto Nerz, den er hoch verehrt hat, und von Sepp Herberger, der ja in der Trainerzeit meines Vaters bei TeBe auch &#8222;unter&#8220; ihm gespielt hat. Letzteren mochte er nun gar nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Vielleicht liegt es an dem schwierigen Verh\u00e4ltnis zwischen dem Coach und dem St\u00fcrmer-Ass, dass Hollstein den Club bereits zum Ende der Saison wieder verl\u00e4sst. Denn Herberger ist nicht nur eine feste S\u00e4ule im Spiel der Veilchen; er genie\u00dft au\u00dferdem das volle Vertrauen seines v\u00e4terlichen Freundes Nerz, und der Reichstrainer hat in seinem Verein nach wie vor gro\u00dfen Einfluss.<\/p>\n<p>Im August 1928 \u00fcbernimmt der \u00d6sterreicher Lori Polster das Traineramt von Walter Hollstein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trainer 1927\/28 Walter Hollstein \u00fcbernimmt den Trainerposten von Sepp Herberger. Leider sind die Quellen zu seinem Wirken im Verein recht schweigsam. Das Protokoll der Mitgliederversammlung am 28. Juni 1927 berichtet, dass die \u00dcbungsleitung nach der Berufung Otto Nerz&#8216; als Reichtrainer auf Herberger \u00fcbergeht. 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