{"id":637,"date":"2012-01-02T01:31:44","date_gmt":"2012-01-02T00:31:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/?p=637"},"modified":"2012-05-05T23:57:51","modified_gmt":"2012-05-05T22:57:51","slug":"fussball","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/fussball\/","title":{"rendered":"Fu\u00dfball"},"content":{"rendered":"<p><em>Die im Jahr 1903 gegr\u00fcndete Fu\u00dfballabteilung mauserte sich rasch zur gr\u00f6\u00dften und wichtigsten Abteilung der Tennis Borussia.<\/em><\/p>\n<p><!--more-->Im Jahr 1903 wurde der Berliner Tennis-Club &#8222;Borussia&#8220; in den Verband Berliner Ballspielvereine aufgenommen (aus dem 1911 der Verband Brandenburgischer Ballspielvereine hervorgehen sollte). Zuvor hatte Gr\u00fcndungsmitglied Alfred Lesser f\u00fcr 50 Pfennig die Lizenz und Fu\u00dfballstangen der Vereinigung Neu-Seeland erworben, doch noch fehlten Spieler, um spielf\u00e4hig zu sein. Da kam die Anfrage einer Gruppe von Steppkes gerade recht, die auf dem Schulhof des Gymnasiums zum Grauen Kloster an der Heinersdorfer Stra\u00dfe mit ihrem <em>unanst\u00e4ndigen L\u00e4rmen bald die Verzweiflung der ganzen Nachbarschaft hervorgerufen<\/em> hatten. Auf Vermittlung des erst siebenj\u00e4hrigen Jacques Karp, dessen \u00e4lterer Bruder Leopold Mitglied der Tennis Borussia war, traf sich die gesamte <em>Rotte<\/em> mit Alfred Lesser, der die Knaben <em>mit Hafer, Melasse und sonstigem Konfekt traktierte<\/em> &#8212; und der Verein hatte seine erste Fu\u00dfballmannschaft zusammen. Darunter die S\u00f6hne des Direktors des Grauen Klosters, Walter und Otto Lutzenberger sowie Hans H\u00fclsen, Kurt Kamke, Gebr\u00fcder Jahn, Gebr\u00fcder B\u00f6hme, Gebr\u00fcder M\u00fcller, Holzer, Zittwitz u. a.<\/p>\n<p>Diese Gruppe war die Keimzelle einer der \u00fcber Jahrzehnte erfolgreichsten Fu\u00dfballmannschaften Berlins. Insbesondere in den 1920er Jahren legten eine Reihe an prominent besetzten Freundschaftsspielen den Grundstein f\u00fcr eine sportliche Erfolgsgeschichte, die im Ligaalltag jener Tage ihre Messlatte beim h\u00e4rtesten Konkurrenten in der Stadt, dem Hertha BSC, fand.<\/p>\n<p>\u00dcber den sportlichen Erfolg hinaus schrieb Tennis Borussia Fu\u00dfballgeschichte. Schon fr\u00fch wurde mit Richard Girulatis einer der ersten Trainer im deutschsprachigen Raum besch\u00e4ftigt, zahlreiche Mitglieder gestalteten als Funktion\u00e4re im Verband die Rahmenbedingungen, und mit Girulatis und besonders mit Otto Nerz sowie Sepp Herberger konnten wichtige Akteure der 1920 gegr\u00fcndeten Deutschen Hochschule f\u00fcr Leibes\u00fcbungen ihre akademischen Erkenntnisse bei TeBe in der Praxis erproben. Lange bevor der sp\u00e4tere Reichstrainer Otto Nerz sie offiziell bei der Reichsauswahl einf\u00fchrte, experimentierte er bei den Berliner Veilchen mit Methoden und Taktiken, die er bei zahlreichen Stippvisiten zum englischen Profifu\u00dfball beobachtet hatte: WM-System, Manndeckung und manches mehr ver\u00e4nderten den Fu\u00dfball in Deutschland nachhaltiger als die blo\u00dfe Summe gewonnener und verlorener Spiele der Veilchen es nahelegt.<\/p>\n<p>In den 1950er Jahren erlebt der Fu\u00dfball bei Tennis Borussia eine neue Bl\u00fcte. Mit den Berliner Meisterschaften von 1947, 1950, 1951, 1952 und 1958 war es den Veilchen endg\u00fcltig gelungen, aus dem Schatten der Hertha zu treten. Kurz vor der Einf\u00fchrung der Bundesliga im Jahr 1963 hatte TeBe allerdings eine Schw\u00e4chephase und musste den Staffelstab Hertha BSC und Tasmania 1900 \u00fcberlassen. Trotzdem gelang es immer wieder einmal, den Anschluss an den Spitzenfu\u00dfball zu halten &#8212; jedoch nie f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit.<\/p>\n<p>Seit der Saison 2011\/12 spielen die Lila-wei\u00dfen in der sechstklassigen Berlin-Liga.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die im Jahr 1903 gegr\u00fcndete Fu\u00dfballabteilung mauserte sich rasch zur gr\u00f6\u00dften und wichtigsten Abteilung der Tennis Borussia.","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[7,258],"tags":[],"class_list":["post-637","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-verein","category-fussball"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=637"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/637\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}