{"id":676,"date":"2012-01-02T00:18:25","date_gmt":"2012-01-01T23:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/?p=676"},"modified":"2012-04-27T22:57:58","modified_gmt":"2012-04-27T21:57:58","slug":"boxen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/boxen\/","title":{"rendered":"Boxen"},"content":{"rendered":"<p><em>Die im April 1925 gegr\u00fcndete Boxabteilung war rasch sehr erfolgreich.<\/em><\/p>\n<p><!--more-->Die Boxabteilung ging aus den Boxern des Sportclub Charlottenburg (SCC) hervor. Zuvor hatten zahlreiche Leistungstr\u00e4ger eine neue sportliche Heimat beim J\u00fcdischen Box-Club Makkabi gefunden, darunter der Deutsche Meister im Fliegengewicht 1922 &amp; 1923 Harry Stein. Sportlich an Bedeutung verloren und im SCC ohnehin isoliert, gingen die Boxer auf ein Angebot Alfred Lessers ein, der ihnen im Berliner Tennis-Club &#8222;Borussia&#8220; eine neue Perspektive bot. Als erster Trainer konnte der t\u00fcrkische Fu\u00dfballer Sabri Mahir verpflichtet werden, den die Wirren des Ersten Weltkriegs nach Berlin verschlagen hatten, wo er auch sportlich das Fach wechselte und erfolgreich das Studio f\u00fcr Boxen und Leibeszucht auf dem Kurf\u00fcrstendamm betrieb.<\/p>\n<p>Wie vieles, das der Vereinsgr\u00fcnder Lesser anpackte, war das Projekt Boxstaffel sehr erfolgreich. In den 1920er Jahren sind mit den in Lila-Wei\u00df boxenden Borussen zahlreiche bekannte Namen verbunden, darunter der vom sp\u00e4teren Deutschen Meister im Mittelgewicht und Halbschwergewicht Erich Seelig, von Hans Rieke und Erich Kaddatz, von Erich Marks, Jimmy Gelhaar und Elimar Kloos u. v. a. m.<\/p>\n<p>Unter der \u00dcbungsleitung von Hans &#8222;Hanne&#8220; Loof, seit 1927 Trainer bei den Veilchen, gewannen die Lila-Wei\u00dfen 1929, 1930 und 1931 die Mannschaftsmeisterschaft im sportlich sehr starken berlin-brandenburgischen Boxen.<\/p>\n<p>Das Jahr 1933 markierte gerade auch f\u00fcr die Boxer einen tiefen Bruch. Zahlreiche j\u00fcdische Athleten mussten die Veilchen verlassen, und insbesondere der Verlust von Alfred Lesser hinterlie\u00df eine L\u00fccke, die nicht mehr gef\u00fcllt werden konnte. Dieses Schicksal teilten beinahe alle der gro\u00dfen Boxvereine, <em>die sich der \u00fcberm\u00e4chtig werdenden Konkurrenz der mit gro\u00dfen Mitteln ausgestatteten Firmenvereine nicht mehr erwehren konnten<\/em>.<\/p>\n<p>Nach dem Krieg hatten die Alliierten ein Boxverbot erlassen, und als dieses 1949 zur\u00fcckgenommen wurde, gelang es den boxenden Veilchen zun\u00e4chst nicht, an die alten Erfolge anzukn\u00fcpfen. Das \u00e4nderte sich, als 1951 Dieter Wemh\u00f6hner zusammen mit Besmanoff, Friedrichs, Maire, Heinze und Konstantin Konrads vom Hertha BSC zu den Veilchen wechselten. Der sp\u00e4tere Nationaltrainer Wemh\u00f6ner wurde 1952, 1953, und 1954 Deutscher Meister im Mittelgewicht, 1953 war er Europameister, 1952 und 1956 boxte er bei den Olympischen Spielen und insgesamt sechs Berliner Meistertitel gehen auf seinen G\u00fcrtel. Doch Wemh\u00f6ner ist nur einer von vielen erfolgreichen Veilchenboxern: 15 Berliner Meistertitel gehen nach 1951 an die Lila-Wei\u00dfen, Borussen k\u00e4mpften um die Deutsche Meisterschaft (Ventur &amp; Piaskowy) und waren Mitglieder der Nationalstaffel.<\/p>\n<p>Enge Kontakte unterhielt Bubi Scholz zu TeBe, der \u00fcber eine lange Zeit hinweg bei den Veilchen trainierte.<\/p>\n<p>Mit Alfred Lesser und Konstantin Konrads hatten Veilchen hohe \u00c4mter in den Boxverb\u00e4nden inne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die im April 1925 gegr\u00fcndete Boxabteilung war rasch sehr erfolgreich.","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[7,260],"tags":[],"class_list":["post-676","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-verein","category-boxen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=676"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/676\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tebe.de\/geschichten\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}