Der Spieler der Hinrunde

Felix Krüger im Gespräch mit Michael Fuß

TeBe-Emblem

Felix Krüger: Hallo Micha, herzlichen Glückwunsch zu deiner Wahl zum Spieler der Hinserie. Ist dir eine vergleichbare Ehrung schon einmal zuteil geworden?

Michael Fuß: Na ja, bei Türkiyem hab ich mal einen Pokal für 50 Saisontore bekommen. Ansonsten war ich aber eigentlich überall, wo ich gespielt habe bei den Fans beliebt. Besonders nett war es auch in Göttingen, da waren meistens so acht- bis neunhundert Leute im Stadion und die Fanszene war da auch eher links orientiert, da waren auch viele St.-Pauli-Supporter dabei und so...

Wir haben uns in der Winterpause unter anderem mit drei Spielern von deinem Ex-Verein Türkiyemspor verstärkt. Von Cemal Yildiz wissen wir es, aber hast du auch mit einem der anderen schon zusammen gespielt?

Ja. Der Ali (Ali-Emrah Özdemir) ist ein guter Kumpel von mir, mit dem habe ich schon sechs Jahre lang zusammen gespielt. Mit den anderen beiden (Ümit und Murat Tosun) habe ich auch erst hier engeren Kontakt gehabt. Aber gute Leute sind sie alle, die werden uns sicher weiter helfen, das kann man jetzt schon sagen.

Wie ist denn die Stimmung in der Mannschaft zurzeit? Nach unseren beiden Spielausfällen sind die Babelsberger ja nach Punkten erst mal ein Stück weiter weg gerückt. Ist das nicht frustrierend?

Ach was, man hat es ja am Wochenende gesehen: Die Babelsberger gewinnen auch nicht jedes Spiel und werden in der Rückrunde sicher noch ein paar mal Punkte abgeben. Wenn wir dann unsere Nachholspiele positiv gestalten, sind wir da ganz schnell wieder dran. Wir sind von unserer Chance überzeugt und werden alles dafür tun, sie zu nutzen.

Dann haben wir da auch noch den Berliner Pokal, in dem wir gute Chancen haben, ins Finale einzuziehen und den du endlich einmal gewinnen möchtest, denn im Endspiel standest du schon ein paar mal...

Das stimmt. Köpenick müssen wir schlagen und dann gewinnen wir hoffentlich auch das Endspiel. Das ist natürlich für uns alle ein Traum, dann in der nächsten Saison gegen einen attraktiven Gegner im DFB-Pokal zu spielen. Aber ganz ehrlich: Der Regionalliga-Aufstieg wäre noch viel wichtiger.

Im Stadionheft zu unserem Gastspiel bei Türkiyemspor wurdest du als Michael „Mert“ Fuß begrüßt. Ist das ein Spitzname, denn du dort hattest?

Nein, Mert ist ein ganz normaler türkischer Vorname. Ich habe den Namen als zweiten Namen bei meiner Beschneidung angenommen.

Woher kommt eigentlich deine große Nähe zur türkischen Kultur? Hat das etwas damit zu tun, dass du in „türkischen“ Vereinen Fußball gespielt hast oder hat sich das einfach aus deinem Umfeld und dem Freundeskreis ergeben?

Mit dem Fußball hat das nichts zu tun. Ich bin ja sogar erst in der A-Jugend zu Türkiyem gewechselt und habe vorher in „deutschen“ Vereinen gespielt. Ich habe das wirklich auf der Straße angenommen, habe mit meinen Kumpels türkisch geredet und das so gelernt.

Zum Schluss noch mal zu deinem gescheiterten Wechsel zu Cottbus. Du hast dort vorgespielt und einen guten Eindruck gemacht. Warum hat dich Energie trotzdem nicht verpflichtet – oder wolltest du am Ende einfach nicht in die Lausitz ziehen?

Na ich wäre da schon hingegangen. Ist doch klar. Wenn man mal die Möglichkeit kriegt, in der zweiten Liga zu spielen, muss man das natürlich machen. Vom Sportlichen her hätten die mich wohl auch genommen, aber ich habe hier Vertrag bis 2006 und bin daher nicht ohne Ablöse zu haben und da sind sich die Vereine wohl nicht einig geworden.

Nun, uns TeBe-Fans freut es natürlich, das du weiter für uns auf Torejagd gehst und wer weiß, vielleicht treffen wir die erste Mannschaft der Cottbuser ja nächste Saison schon im Punktspielbetrieb.

Das kann sein, auf alle Fälle wäre es natürlich klasse, wenn wir es in die Regionalliga schaffen und dafür wird die Mannschaft auch alles tun.

Dann danke ich dir für das Gespräch und wünsche uns allen, dass wir am Wochenende endlich in die Rückrunde starten können – und zwar erfolgreich!

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