Fußball ohne Ausgrenzung - für Respekt und Toleranz

Christian Rudolph im Gespräch mit Torsten Siebert und Harry Wrensch

TeBe-Emblem

Anlässlich der gemeinsamen Bannerpräsentation am 15.10.2010 sprach Christian Rudolph mit Torsten Siebert und Harry Wrensch vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD).

Hallo Harry, hallo Torsten, Ihr seid die Projektleiter vom jüngsten Projekt des LSVD. Beschreibt uns doch kurz, was Soccer Sound ist und an wen es sich richtet.

Harry: SOCCER SOUND ist ein Projekt gegen Homophobie und für sexuelle Vielfalt in den Bereichen Fußball und Musik und wirbt für ein respektvolles Miteinander auf den Spielfeldern und auf den Bühnen dieser Stadt.

Torsten: Im Bereich Fußball richtet sich das Projekt vor allem an Vereine und deren Fans: Trainer, Schiedsrichter, Fußballer und Fußballfans wollen wir erreichen und deutlich machen, dass Schwule und Lesben genauso zum Fußball gehören wie alle anderen auch.

Wie weit ist der Fußball in Deutschland, und welche Rolle können Vereine wie Tennis Borussia übernehmen?

Harry: Generell ist festzustellen, dass im Fußball traditionelle Männerbilder vorherrschen und damit häufig auch homophobe Einstellungen begünstigt werden. Daher begrüßen wir das Engagement von TeBe, bei Heim- und Auswärtsspielen Stellung zu beziehen gegen Rassismus, Intoleranz und Homophobie. Hier hat TeBe eine Vorreiterrolle in Berlin übernommen und wir wünschen uns, dass dies auch von anderen Vereinen übernommen wird.

Wie kam es zur Kooperation mit Tennis Borussia, und was ist für heute Abend geplant?

Torsten: Schon seit einigen Jahren arbeiten TeBe und der LSVD im Rahmen des Projektes "Respect Gaymes" zusammen. Von hier war es nur ein kleiner Schritt zu unserer heutigen Aktion: Gemeinsam mit den Fans haben wir ein zehn Meter langes Stadionbanner gestaltet, welches für Respekt und Toleranz wirbt. Dieses wird heute Abend den Fans übergeben und im Mommsenstadion präsentiert.

Sind weitere gemeinsame Aktionen geplant?

Harry: Ja, auf jeden Fall soll die Zusammenarbeit weitergehen. Für November planen wir einen Diskussionsabend mit TeBe, bei dem wir das Thema Homophobie im Fußball beleuchten wollen. Darüber hinaus denken wir auch über gemeinsame Seminare und Workshops nach, die sich an Trainer, Schiedsrichter, Fußballer und Fußballfans richten.

Was wünscht Ihr euch für den Fußball?

Harry: Wir wünschen uns ein offenes und respektvolles Klima in den Stadien, in dem homophobe Gesänge, Sprüche und Beleidigungen keinen Platz mehr haben.
Torsten: Genau, in diesem Klima sollte es möglich sein, dass sich ein schwuler Fußballspieler nicht mehr verstecken muss.

Vielen Dank für das Gespräch!

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