Kein Zwei-Klassen-Unterschied sichtbar

Optik Rathenow - TeBe 4:3 (3:1)

Die Berlin-Liga-Mannschaft von Tennis Borussia konnte am Mittwochabend eine erstaunlich gute Frühform nachweisen. Im erst zweiten Testspiel unterlagen die Veilchen beim Regionalligisten FSV Optik Rathenow nur hauchdünn mit 3:4.

Vor etwa 100 Zuschauern, darunter mehr als 20 TeBe-Anhänger, tasteten sich beide Kontrahenten in der Anfangsphase ab, ohne dass etwas Nennenswertes passierte. Wenn eine Elf das Spiel bestimmte, dann war es TeBe. Spielerisch fand die Mannschaft schnell eine Linie und kombinierte gut nach vorn, wenngleich zunächst nur zwei Eckbälle heraussprangen. Doch mit der ersten wirklichen Chance des Spiels gelang nach 18 Minuten auch die Führung. Nach einem butterweichen Hendschke-Freistoß von rechts löste sich Testspieler Akgün von seinem Gegenspieler und köpfte am langen Pfosten aus Nahdistanz ein. Fünf Minuten später setze sich Krumnow auf der linken Seite schön durch und passte auf Hendschke, dessen Schuss aber geblockt wurde. Leider übersah Krumnow den besser postierten Akgün. Nachdem auf der Gegenseite Rathenow erst nach 25 Minuten zu seiner ersten Chance kam, Jurzik aber souverän ans Außennetz lenkte, brannte es im Rathenower Strafraum wieder lichterloh. Nach einer schönen Kombination über Thokomeni und Rentmeister war Salhab einköpfbereit, sein Ball wurde aber von einer Rathenower Schulter abgefangen. Anschließend übernahm Optik die Initiative. Nachdem ein Turhan-Kopfball von Jurzik noch souverän entschärft werden konnte (32.), traf der gleiche Spieler eine Minute später zum Ausgleich. Das Tor sah dabei aus wie eine Kopie des TeBe-Führungstreffers: Turhan köpfte extrem platziert zwischen Jurzik und dem langen Pfosten ein. TeBe versuchte in dieser Phase zwar weiterhin, das Spiel ausgeglichen zu gestalten, geriet aber zunehmend unter Dauerdruck des Regionalligisten. Individuelle Fehler trugen zudem zu Rathenower Chancen bei. Einen Fernschuss konnte Bongartz noch schön abblocken (38.), auf der Gegenseite versuchte Rentmeister, mit einem Versuch aus 25 Metern für Entlastung zu sorgen. Als sich die Spieler und die gut aufgelegten Fans schon in der Halbzeitpause wähnten, schlug Turhan noch zwei weitere Male zu. Zunächst per unhaltbarem Fernschuss von halbrechts (44.), und nur zwei Minuten später haute Bongartz nach einer Jurzik-Abwehr unglücklich über den Ball, woraufhin der Goalgetter der Havelländer clever abstaubte (45+1).

Nach dem unglücklichen 1:3-Pausenrückstand konnte den TeBe-Fans in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff Angst und Bange um ihre Lieblinge werden. Rathenow war nun klar am Drücker. Ein Schuss ging an den Außenpfosten, ein verheißungsvoller Angriff wurde durch den Abseitspfiff beendet und ein Volleyschuss ging in den wolkenverhangenen Rathenower Himmel. Erst nach einer Stunde konnte sich TeBe wieder etwas befreien, ein Salhab-Kopfball nach Zuspiel des eingewechselten Rückkehrers Vogler war das erste Lebenszeichen nach dem Seitenwechsel (59.). Drei Minuten später passte Vogler abermals auf Salhab, der noch einige Meter ging und sehr souverän zum Anschlusstreffer einschob. Die Lila-Weißen waren nun zurück im Spiel. Zwar war ein Bongartz-Schuss nach Isik-Zuspiel noch nicht von Erfolg gekrönt. Aber die Art und Weise, wie sich die Schatte-Schützlinge nach dem Zwei-Tore-Rückstand zurück in die Begegnung kämpften, war höchst respektabel. Und nicht nur kämpferisch, auch spielerisch bereiteten die Borussen ihrem lautstarken Anhang große Freude. Nachdem ein erneutes Zusammenspiel zwischen Vogler und Salhab im letzten Moment zur Ecke geklärt werden konnte (67.) und nach eben jener Ecke Vukadin ebenfalls am Bein eines Optikers scheiterte (68.), konnte endlich der Ausgleich bejubelt werden. Hendschkes Ecke köpfte Vogler an den linken Innenpfosten, von wo aus der Ball die Linie überquerte (69.). Längst war das Spiel ein offener Schlagabtausch geworden. Die Brandenburger hatten ebenso Möglichkeiten (71., 72.; Jurzik klärte beide Male souverän) wie TeBe (73., Fernschuss Isik), doch jubeln durften nun wieder der Gastgeber. Nach einer schönen Kombination hatte Jurzik keine Abwehrmöglichkeit (76.). Weitere Chancen gab es anschließend nicht mehr zu bestaunen, bevor der unauffällige Schiedsrichter Burghardt die Partie schon nach 84 Minuten beendete. Die Fans beider Mannschaften bedachten ihre Lieblinge mit Applaus für ein spannendes und niveauvolles Spiel. Während die Rathenower Zuschauer aufgrund des kaum sichtbaren Klassenunterschieds sicherlich nicht komplett zufrieden gewesen sein dürften, feierten die Fans der Lila-Weißen ihre Mannschaft mit lautstarken Ovationen.

Fazit: TeBe überzeugte über weite Strecken spielerisch und kämpferisch. Wäre die Schwächephase kurz vor der Pause nicht gewesen, hätte am Ende womöglich sogar ein Sieg beim Regionalligisten zu Buche gestanden. Insgesamt war dies eine Leistung, die selbst die kühnsten Optimisten der Mannschaft zu diesem Zeitpunkt noch nicht zugetraut hätten. Erfreulich war auch, dass sich sämtliche Neuzugänge und Testspieler verstärkend ins Team einfügten. Sollte diese Leistung konserviert werden können, steht dem TeBe-Anhang eine Saison mit vielen lichten Momenten bevor. Das nächste Testspiel findet am Sonntag gegen die Spandauer Kickers statt. Der Anpfiff auf der Hans-Rosenthal-Sportanlage ertönt um 13 Uhr.

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