Regionalliga-Verzicht der Veilchenladys

Jugendarbeit soll zunächst im Fokus stehen

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Tennis Borussia wird auf seinen Startplatz in der Frauen-Regionalliga zu verzichten und das Team zurückzuziehen. „Es war absehbar, dass wir bis zum Saisonstart keinen zahlenmäßig ausreichenden – geschweige denn sportlich konkurrenzfähigen – Kader auf die Beine stellen können würden. Daher waren wir schon aus Respekt vor den sportlichen Mitbewerbern gezwungen, jetzt die Reißleine zu ziehen“, erläutert Vorstands-Vize Roland Weißbarth den Schritt. „Im Gegensatz zum Männer-Bereich, wo wir in den letzten zwei Jahren trotz einiger Rückschläge erfolgreich den Weg der Konsolidierung gegangen sind, haben sich die Voraussetzungen, die wir damals als neuer Vorstand im Frauen- und Mädchenbereich vorgefunden haben, als letztendlich zu desolat herausgestellt. Es ging einfach nicht mehr.“

TeBe verfügt über eine lange Tradition des Frauenfußballs. Bei dem Charlottenburger Klub gründete sich bereits 1969 – noch zu Zeiten des DFB-Verbots – das erste Damen-Team. In der 1990 eingeführten Frauen-Bundesliga bringen es die Veilchenladys auf acht Spielzeiten, in der Zweiten Liga, die es seit 2004 gibt, auf sechs. Dazu kommen viele Berliner Meisterschaften und sogar ein „Tor des Monats“ in der ARD-Sportschau durch Kerstin Elger im November 1996 sowie eine Vielzahl weiterer Erfolge.

Nach dem Rückzug aus der Regionalliga wird es nun zunächst kein Großfeld-Frauenteam mehr bei Tennis Borussia geben. „Das heißt aber nicht, dass wir uns auf Dauer vom Frauenfußball verabschieden“, betont Weißbarth. Im Erwachsenen-Bereich werden die Vereinsfarben weiterhin von der überaus erfolgreichen Kleinfeld-Mannschaft, dem Sammelbecken ehemaliger TeBe-Bundesligaspielerinnen und Berliner Serien-Meister und -Pokalsieger, vertreten. Der Fokus soll allerdings zunächst auf die Jugendarbeit gelegt werden. Weißbarth: „Mittelfristig ist unser Ziel, im Ausbildungsbereich wieder zu einer Top-Adresse in Berlin zu werden. Wenn uns das gelingt, wird der auch Neustart eines Frauen-Teams von ganz alleine wieder auf die Tagesordnung kommen.“

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