Die Spiele um die Berliner Meisterschaft 1928
Teil I: 4. März 1928
Teil II: 18. März 1928
Teil III: 15. April 1928
Ein Bruch geht durch Berlin. Die Frage, Tennis oder Hertha, spaltet ganze Familien.
Sonntag, 4. März 1928. Lachender Sonnenschein, herrliche Frühlingsluft und etliche Grade über dem Gefrierpunkt. [...]
Die Tennis Borussin Nelly Neppach war deutsche Meisterin im Damentennis von 1925. Im Mai 1933 ging sie in den Freitod.
In der Nacht vom Sonntag, den 7. Mai 1933, auf Montag, den 8. Mai, nahm sich Nelly Neppach im Alter von 34 Jahren mit Veronal und Gas das Leben. [...]
Sepp Herberger bei Tennis Borussia. 1926 – 1932.
Die Geschichte des Berliner Tennis Club Borussia ist seit seiner Gründung 1902 verbunden mit einer Reihe prominenter Namen. Von Arnold Schönberg über Otto Nerz zu Hans Rosenthal gaben nicht wenige darunter dem kulturellen, dem sportlichen und dem medialen, kurz: dem gesellschaftlichen Leben eines ganzen Jahrhunderts ihren Stempel bei. [...]
15.000 Zuschauer wollen das Spitzenspiel um die Führung in der Staffel B der Berliner Verbandsliga sehen. Minerva kombiniert gefällig, Tennis hingegen spielt gewohnt effektiv auf. Der erste stramme Abschluss, eine unhaltbare Bombe in Anschluss an einen Lattenschuss zappelt in Konny Patrzeks Veilchennetz. [...]
Das reguläre Verbandsspiel muss ausfallen, da Union 92 zum Wiederholungsspiel im Pokal abberufen ist. Kurzentschlossen fahren die Berliner zu einem Freundschaftspiel nach Leipzig zur Fortuna. Sie finden schlechte Bedingungen vor. Der Platz ist in einem miserablen Zustand. Dazu kommen orkanartige Böen. [...]
Der neue Mann heißt Polster. „Lori“ Polster. Ende 1926 hatte Otto Nerz die Veilchen verlassen, um fortan die Reichsauswahl zu trainieren. Als Nachfolger war Nerz‘ Student Herberger berufen worden, der die Erste Herren ehrenamtlich als Spielertrainer betreute. Die Belastung für ihn muss enorm gewesen sein: Student, Angestellter im Bankhaus der beiden Borussen Georg Michaelis und Max Berglas, Spieler und Trainer. [...]
Es war die heiße Phase im Kampf um die Teilnahme an der Finalrunde um die Berliner Meisterschaft. Das Ziel schien zum Greifen nah. Auf den Dauerrivalen Hertha fehlte ein Punkt.
Bußtag, 17. November 1926.
Der Verband hat zehn Tennis Borussen zu so genannten Repräsentativspielen abgestellt. [...]