Bolle hat sich nicht amüsiert: Drei Punkte für Lila-Weiß!

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Zwei Lehren können wir aus diesem samstäglichen Auswärtsspiel auf dem platten Land mitnehmen: Erstens zeigte es, dass unsere Mannschaft auch für Spitzenteams der Liga extrem schwer zu bespielen ist und mit etwas Spielglück und Abgezocktheit gegen jeden siegen kann. Zweitens, und das ist die traurige Nachricht, dass die scheinbare dörfliche Idylle – zumindest im Osten der Republik – trügerisch ist: Unsere Fans mussten sich eines Angriffs von Nazis erwehren. Ernsthaft zu Schaden kam Gott sei Dank keiner unserer Auswärtsfahrer: Es blieb bei geplatzten Lippen und geklauten Schals. Für die Zukunft hoffen wir, dass die gastgebenden Vereine diese Gefahr ernst nehmen.

Zum Angenehmen, dem Sieg beim Tabellenzweiten Siedenbollentin: Ohne den verletzt pausierenden Routinier Rici Bokake-Befonga war einmal mehr das Kollektiv gefragt – und es funktionierte sehr gut. Unsere Grundordnung, zu fünft hinten gegen den Ball zu spielen und die Sechs doppelt zu besetzen, blieb unverändert, Tarek Iraki übernahm Ricis Aufgabe und machte sie mehr als nur ordentlich. Der personell hervorragend besetzte Gastgeber musste das Spiel machen und tat sich schwer, zweimal allerdings musste Keeper Yannik Bangsow in höchster Not eingreifen: In der 16. Minute parierte er aus Nahdistanz gegen den freigesperrten Eidtner, eine Viertelstunde musste er sich Eidtner wieder vor die Füße werfen, der hatte zuvor einen ungenauen Rückpass abgefangen. Unser Team setzte kurz vor der Pause den ersten Nadelstich: Eli Hounsas Abschluss nach einer Stafette über Phillip Martens, Marlon Kolobaric und Mateo Jagnjic wurde im Fünfmeterraum geblockt.

Nach der Pause häuften sich dann die Möglichkeiten zu kontern: In der 74. Minuten befreite sich unser Team durch einen schnellen Doppelpass zwischen Tarek und Phillip, der Levi Lubaki in den Strafraum schickte. Eidtner – klassisch für Stürmer im eigenen Strafraum – rannte Levi um, am Elfer konnte kein Zweifel bestehen. Anton Pourfard verlud Keeper Schneider und versenkte mittig: 1:0! Siedenbollentin drückte nun mit Mann und Maus, zumal Illia Getmanchuk nach einem Gerangel mit Eidtner die Rote Karte sah – daran änderte nichts, dass der Siedenbollentiner Stürmer zuerst handgreiflich geworden war; der Routinier fiel eben theatralisch …

Unser Team überstand die Schlussoffensive unbeschadet, ja, der eingewechselte Devis Meißner hätte um Haaresbreite noch das zweite Tor erzielt: SVS-Keeper Schneider war für einen Eckball in der Nachspielzeit nach vorne geeilt, der ebenfalls eingewechselte Ethan Elmore eroberte den Ball, schickte Devis, der aus gut 40 Metern nur den Pfosten traf. Machte nichts, danach war Schluss, drei extrem wichtige Punkte waren im Gepäck von Trainer Jeffrey Seitz und seinen Jungs!

TeBe: Bangsow – Roßbach, Frölich, Pourfard – Jagnjic, Martens, Iraki (90. Elmore), Getmanchuk – Kolobaric (46. Moradi), Hounsa (75. Meißner), Lubaki (80. Celik). Zuschauer: 234

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