Keine Punkte, dafür Pech: 1:2 gegen Sparta
Unser von Sperren (Illia Getmanchuk) und Verletzungen (Rici Bokake-Befonga, Levi Lubaki, Ethan Elmore) geplagtes Team musste die zweite Niederlage am Stück hinnehmen: 1:2 unterlagen die Mannen von Trainer Jeffrey Seitz am Sonntag gegen Sparta Lichtenberg.
Und sie verloren dabei nicht nur die Punkte, sondern weitere Mitspieler: Marius Fleddermann, der auf der rechten Innenverteidigerposition nach längerem wieder mal den Vorzug vor Steven Roßbach erhalten hatte, erlitt einen doppelten Außenbandriss (75.) und wird nun Monate lang fehlen (gute Besserung an dieser Stelle!). Und Marlon Kolobaric sah für einen Schubser im Sparta-Strafraum gegen Meyer , der auch sehr theatralisch zu Boden ging und da lange genug liegen blieb, in der Nachspielzeit eine klar überzogene Rote Karte.
Insgesamt war es eine bittere zweite Halbzeit, in der die giftige Spielweise Spartas die Schiris eindeutig überforderte und die den Lichtblick der ersten Hälfte überschattete. Devis Meißber war das erste Stürmertor aus dem Spiel heraus in dieser Saison gelungen! Sein Kunstschuss vom linken Strafraumeck in den langen Winkel, vorbereitet von Kenan Soyler, markierte in der 41. Minute den Ausgleich.
In Rückstand geraten waren die Lila-Weißen in einer Schwächeperiode Mitte der ersten Halbzeit. Der auf rechtsaußen aufgebotene Mirac Balsüzen zollte recht bald einer Erkältung sichtlich Tribut (er musste nach einer guten halben Stunde raus), Sparta nutzte das für gefährliche Angriffe über diese Seite. In Minute 21 veredelte Abstauber Meyer einen davon. Sizov überlupfte Marius, zog flach ab, Yannik Bangsow parierte zur Seite, doch Meyer hatte die Situation antizipiert und schob ein.
Sparta hatte vermutlich mehr Traubenzucker in den Pausendrinks, kam jedenfalls frischer und aggressiver in Hälfte zwei. Als das Gröbste an Sparta-Angriffen überstanden zu sein schien, fand eine Freistoßflanke von Trojanovic (61.), an der Feind und Freund vorbeisprangen, den Weg ins Tor, wobei Yannik keine Schuld traf: Bei dem Gewühl war der Ball viel zu spät erst zu sehen.
Trainer Seitz stellte auf zwei Innenverteidiger um, brachte dafür mit Eli Hounsa einen zweiten Stürmer. Es hätte sich beinahe ausgezahlt, in der 80. Minute musste ein Lichtenberger in höchster Not auf der Linie vor Eli klären. Unser Team blieb auch in Unterzahl bis zum Schluss hoch aufgerückt, Spartas Enatoh semmelte noch einen Konter gegen das Lattenkreuz – egal, am Ende blieb es beim 2:1 für Sparta.
Gemischtes Fazit: Positiv ist, unsere Stürmer entwickeln immer mehr Torgefahr. Negativ, und das überwog leider an diesem Nachmittag: Das Team kann allzu viele Ausfälle nicht einfach kompensieren. Hoffen wir auf die baldige Rückkehr der Verletzten und den Ablauf der Sperren!
TeBe: Bangsow – Fleddermann (77. Hounsa), Frölich, Pourfard – Jagnjic, Martens, Söyler (70. Iraki), Celik (77. Celik) – Balsüzen (33. Kolobaric), Meißner, Moradi. Tore: 0:1 (21.) Meyer, 1:1 (41.) Meißner, 1:2 (62.) Trojanovic. Zuschauer: 388





