Geschichte dem Vergessen entreißen: Erinnerung an den SC Hakoah

© Das Original entstammt dem Archivgut aus dem Centrum Judaicum, Stiftung Neue Synagoge Berlin.

In Zusammenarbeit mit Anstoß gegen Antisemitismus freuen wir uns, das Team von Spielfeld Geschichte bei uns im Lila Salon begrüßen zu dürfen. Am Mittwoch, den 28. Oktober ab 19 Uhr, werden drei Vereinsforscher in der Lounge von TeBe im Mommsenstadion ihre Arbeit und ihre Ergebnisse zu dem Klub präsentieren, den der junge Hans Rosenthal in der unmittelbaren Nachkriegszeit mit anderen wiedergründete und für den er auch die Stiefel schnürte: den SC Hakoah Berlin, der sich bereits 1953 in SpVgg. Vineta 05 umbenannt hatte und später zum WFC Corso 99/Vineta wurde.

Der explizit jüdische Sportverein hatte Anfang der Fünfziger einen nur allzu verständlichen Aderlass zu verkraften: Viele seiner Spieler verließen zu dieser Zeit das Land der Shoah, nachdem die Alliierten ihm die zweigeteilte staatliche Souveränität zurückgegeben hatten – das Gros der Auswanderer ging nach Israel.

Der ursprüngliche SC Hakoah wurde 1924 gegründet, 1933 vom regulären Spielbetrieb ausgeschlossen, 1938 faktisch ausgelöscht, seine Mitglieder verfolgt, vertrieben und ermordet. Der Platz des Vereins lag in der Nähe des S-Bahnhofs Grunewald, wo er auch in den Nachkriegsjahren seine Heimspiele austrug – wie es heute noch der TuS Makkabi und Tennis Borussia tun. Wer etwas über jüdische Nachkriegsgeschichte in Deutschland erfahren und Anregungen zur Erforschung des eigenen Klubs bekommen möchte, ist herzlich eingeladen, sich hier anzumelden.

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