Unglückliche Niederlage bei den Füchsen
Für die Premiere von Kenan Söyler (21, zuvor Tasmania), der sich unserer Mannschaft vor kurzem angeschlossen hat, hätte man sich mehr Glück gewünscht, als es den Lila-Weißen an diesem Freitagabend am Wackerweg beschieden war.
Kenan musste den nach wie vor nicht voll belastungsfähigen Rici Bokake-Befonga im zentralen Mittelfeld ersetzen und absolvierte eine gute Partie, obwohl sein letzter Oberliga-Einsatz über ein Jahr zurücklag. Doch es half nichts, denn unser Team verstand es nicht, bei allem Einsatz, die vielbeinige Defensive der Füchse final zu überwinden.
In dieser Defensive konnten sich die Gastgeber früh verschanzen, denn das Tor des Tages zu ihren Gunsten fiel zeitig: Ein etwas zu kurzer Abschlag von Jake Lazarus, der den angeschlagenen Yannik Bangsow im Tor ersetzte, landete im Mittelkreis in den Reihen der Füchse, die schickten den schnellen Aslan die linke Seite hinunter und dessen als Flanke gedachter Schlag von der Grundlinie senkte sich – wohl auch noch von Steven Roßbachs Schnürsenkeln beeinflusst – hoch und unhaltbar ins lange Eck: 1:0 für die Füchse (9.).
Damit waren die Weichen gestellt: Unser Team musste nun das Tor des Gegners berennen und tat das auch – voller Energie, aber mit wenig Genauigkeit. In Hälfte eins kam Eli Hounsa zweimal in gute Abschlussposition, brachte aber nicht genug Druck auf den Ball, um Füchse-Keeper Otremba in Verlegenheit zu stürzen.
Die zweite Hälfte sah dann regelrechten Einbahnstraßenfußball auf das Tor der Gastgeber, die geschickt verteidigten und kaum einen Abschluss im Sechzehner zuließen, Schüsse Phillip Martens‘ und des eingewechselten Devis Meißners von der Strafraumgrenze verfehlten knapp ihr Ziel.
Da auch die Füchse in der Schlussphase gleich drei Konterchancen gegen unser extrem weit aufgerücktes Team vergaben, blieb es bei der knappen 0:1-Niederlage. Sie zeigte, wo es bei unserer ehrgeizigen und kampfstarken jungen Mannschaft noch fehlt: am Spiel mit dem Ball in verdichteten Räumen und an der Präzision des letzten Passes beziehungsweise des Abschlusses.
Daran arbeiten Mannschaft und das Trainerteam um Jeffrey Seitz eifrig weiter, aber da ist sicher noch ein wenig Geduld gefragt, bis es soweit ist, eine derart harte Nuss wie die tiefe Abwehr der Füchse an diesem Abend zu knacken.
Schenken wir dem Wachstumsprozess unseres Teams weiter Vertrauen – denn an Elan, Mentalität und Einsatzwillen fehlt es beileibe nicht. Und wie man weiß: Glück lässt sich durchaus auch mal erzwingen. Am besten gleich gegen Sparta, im Mommsenstadion am kommenden Sonntag (14 Uhr)!
TeBe: Lazarus – Roßbach (79. Iraki), Frölich, Pourfard – Jagnjic, Martens, Söyler, Celik – Moradi (81. Kolobaric), Hounsa (46. Meißner), Lubaki (42. Balsüzen). Tor: 0:1 (9.) Aslan. Zuschauer: 354.





