Ziel erreicht: Eine Runde weiter!

Dass die erste Pokalrunde auf dem Tesch-Kunstrasenplatz beim Bezirksligisten Rotation nicht vergnügungssteuerpflichtig ausfallen würde, musste jedem klar sein, der die Aufstellung lesen konnte. Der Kader ist aufgrund der Missgeschicke der Transferperiode ohnehin arg klein und diesmal fiel neben Marlon Kolobaric, der für seinen ersten Saisoneinsatz noch ein wenig trainieren muss, auch noch Phillip Martens aus. Rici Bokake-Befonga, ebenfalls angeschlagen aus dem Makkabi-Spiel gegangen, konnte wenigstens auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Und so lief eine Mannschaft auf, in der Innenverteidiger Anton Pourfard ins defensive Mittelfeld rücken und der bullige Mittelstürmer Eli Hounsa den rechten Flügel besetzen musste. Das Team machte vor allem anfangs das Beste draus und entfaltete viel Druck. Tarek Iraki kam gleich in Minute zwei im Sechzehner zum Abschluss, wurde aber geblockt, Kurz darauf tankte sich Dennis Celik durch (Dennis kam im Tausch gegen Jalil Abu Hejab vom BAK), den abgewehrtem Ball ballerte Anton nochmals aufs Tor, Rotations Goalie musste nachfassen. Bald danch stiebitzte Devis Meißner den Ball bediente Eli, der am Keeper scheiterte. Und so ging es noch eine Weile weiter, der Ball wollte aber partout nicht hinein. Am nächsten kam da noch ein Anton-Kopfball kurz vor der Pause, aber den fischte der Heimkeeper.

Torlos also in die Pause. Den Bann brach dann ein tiefer Lauf von Devis, der Mateo Jagnjics Zuspiel perfekt verarbeitete und den Ball in die Maschen jagte (49.) Am Spielverlauf änderte das wenig: Der Gastgeber konzentrierte sich auf die Verteidigung des eigenen Strafraums und jagte die Bälle lieber ins Aus, als ein Risiko auf sich zu nehmen – völlig legitim für ein deutlich klassentieferes Team, nicht gerade aber ein Augenschmaus für die gut 200 Zuschauer. Der Favorit verpasste einige Male um einen Schritt die Vorentscheidung – und wie es so ist, einmal ist dann der Underdog kurz dran, wenn auch nicht aus eigenem Spielfluss, sondern durch einen unterschätzten Abschlag: Linus Frölichs Klärungsversuch zwang Yannik Bangsow zur einzigen Parade des Spiels – er lenkte den Eierball an die Latte. Im Gegenzug haute Mohammad Moradi den Ball ebenfalls an die Latte des Rotation-Gehäuses.

In der Nachspielzeit dann die Erlösung: Ricis Freistoß-Flanke knallt Mirac Balsüzen unters Dach – aus, fertig, geschafft! Eine Runde weiter, das ist es, was zählt im Pokal.

TeBe: Bangsow – Fleddermann, Frölich, Roßbach (75. Bokake-Befonga) – Jagnjic, Pourfard, Kummerow, Celik (65. Öztürk) – Iraki (75. Balsüzen), Meißner, Hounsa (46. Moradi).

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