Aufholjagd leider ohne Happy End: 2:3 in Neustrelitz

Die rund 50 am Freitagabend nach Neustrelitz mitgereisten TeBe-Fans waren zur Halbzeit eher blass um die Nase: 3:0 führten die Gastgeber – und das hochverdient. Hätte Keeper Yannik Bangsow, bester Borusse des Abends, nicht mehrfach in Eins-zu-eins-Situationen gegen Akogo und Höfer in höchster Not geklärt, hätte es noch schlimmer aussehen können.

Gegen die drei Treffer des Neustrelitzer Goalgetters Härtel aber war Yannik machtlos: Dreimal kam der ungehindert im Strafraum erfolgreich zum Abschluss (4., 9.,43.) und deckte damit schonungslos die mentalen und körperlichen Schwächen im Defensivverhalten der Lila-Weißen auf: In der eigenen Hälfte reagierte das Team insgesamt nicht adäquat auf Ballverluste, so konnte auch Härtel nicht gestellt werden, obwohl Trainer Seitz vor der Partie in Videoanalysen eindringlich vor diesen Situationen gewarnt hatte.

So leicht also war der Schlendrian der Hinrunde nicht abzuschütteln gewesen, leider! Doch eines macht Hoffnung und unterscheidet sich positiv von den Auftritten vor der Winterpause: die Reaktion, die die Mannschaft nach der Pause zeigte. Unser Team machte nun mächtig Druck, die eingewechselten Muhammad Sey und Mohammad „Mo“ Moradi sprühten regelrecht vor Tatendrang, Philipp Martens zog nun die Fäden. Neustrelitz verlor zusehends den Zugriff aufs Spiel und beschränkte sich aufs Verteidigen. Nach gut einer Stunde fiel der erste TeBe-Pflichtspieltreffer in diesem Jahr: Ebrima Jobe versenkte einen Kopfball. Unser Team rannte weiter an, nicht immer planvoll, aber mit viel Elan, Muhammads Anschluss gelang sehr spät: Seine Kunstschussflanke senkte sich in Minute 90 genau in den Winkel. In der turbulenten Nachspielzeit dann beinahe noch der Ausgleich – doch Mo schob den Ball denkbar knapp am TSG-Pfosten vorbei.

Unser neuer Kapitän Linus Frölich sagte zur am Ende entscheidend verkorksten ersten Hälfte: „Das ist keine Qualitätsfrage, sondern reine Kopfsache. Wir müssen anfangen, Gegentore zu hassen, so zu hassen, dass wir sie unter allen Umständen zu verhindern versuchen.“ Am Sonntag wird das Team hoffentlich zeigen, dass Linus’ Botschaft angekommen ist – dann geht es gegen Makkabi.

Der Vorstand ist in Gesprächen mit dem Sportamt und den Makkabi-Verantwortlichen, um die Partie im Mommsenstadion austragen zu können, vorgeschlagener Anstoßzeitpunkt wäre 14.30 Uhr. Wir informieren zeitnah darüber, ob das klappt, und freuen uns auf Euren Support am Sonntag!

Follow TeBe...

tebe@facebook tebe@instagram tebe@bluesky tebe@youtube

Come As You Are