Außer Spesen nichts gewesen: 0:4 bei Hansa
Gerne würde man etwas Positives, Mutmachendes festhalten nach einem Spiel wie dem, das unser Team bei Hansa abgeliefert hat – doch viel fällt einem nicht ein. Ein Kompliment haben sich unsere Fans verdient, einige Dutzend Anhänger hatten die lange Anreise auf sich genommen, belohnt wurden sie dafür leider nicht.
Im Gegenteil: Schon nach acht Minuten mussten sie ein eher plumpes Strafraumfoul Fabian Klawas am agilen Rostocker Bock mitansehen, Routinier Hahnel versenkte den fälligen Elfer. Die kombinationsstarken und flinken Hanseaten ließen unsere Defensive auch im weiteren Verlauf schlecht dastehen, immer wieder setzten sie die Innenverteidiger unter Druck, dem diese nicht recht standhielten. Das 2:0, Heiden köpfte eine Vorlage von Bock ein, war die logische Folge in der 28. Minute, 120 Sekunden sah Linus glatt Rot nach einem Foul an der Strafraumgrenze.
Auch wenn unser Team in Unterzahl sogar endlich eine Chance erspielen konnte, bei der Emir Can Gencel und Ebrima Jobe den Ball nicht im Tor unterbrachten, war man mit dem Zweitorerückstand noch ganz gut bedient zur Pause. Hansa legte aber mit Wiederanpfiff gleich wieder mit Tempo los, Hahnel verwandelte eine Zamzow-Flanke zum 3:0 (48.). Danach ließen es die Gastgeber gemächlicher angehen, spielten ihre Ballsicherheit aus und kamen noch zu einem Lattentreffer und kurz vor Ende zum vierten Treffer: Zamzow versenkte nach Zuspiel von Kelm (87.)
Was kann man also nach so einem Tag noch an Hoffnung mitnehmen? Aus eigener Kraft wenig, aber vielleicht doch etwas aus äußeren Umständen: Wie sich im Lauf der Woche herausstellte, will aus Thüringen doch niemand in die Oberliga aufsteigen, der 13. Platz bedeutet dadurch den sicheren Klassenerhalt. Auf diesem Rang steht jetzt zwar unser zweiter verbliebener Abstiegs-Rivale neben dem BAK, Dynamo Schwerin, der fulminant 5:0 über Croatia, unseren kommenden Gegner, siegte, aber damit auch vormachte, wie das Team des neuen und alten Trainers Ayhan Bilek zu schlagen ist. Hoffentlich schneidet sich unser Team davon wenigstens eine kleine Scheibe ab.
TeBe: Bangsow – Ceesay, Frölich, Pourfard – Klawa (46. Roßbach), Martens, Gencel (87. Bicakci), Kolobaric – Moradi, Dethlefs (59. Kummerow), Jobe (74. Balsüzen). Zuschauer: 204






