Endlich in einen Rhythmus kommen
Hagen Liebing im Gespräch mit Theo Gries
Hagen Liebing: Herr Gries, das torlose Remis in Schönberg ist nun schon ein paar Tage her und war sicher nicht nur für die Fans, sondern auch für sie eine Enttäuschung…
Theo Gries: Ja.
Wie geht man mit solch einem Rückschlag jetzt um?
Das Ergebnis, aber auch die Art und Weise, wie es zustande gekommen ist, hat mich und auch die Mannschaft natürlich nicht zufrieden gestellt. Ich bin wahnsinnig enttäuscht gewesen, weil die Trainingsleistung im Vorfeld sehr, sehr stark war, aber dann auf dem Platz, wenn es um Punkte geht, nicht annähernd an das rangekommen worden ist, was wir im Training und auch in kämpferischer Hinsicht gegen den BFC geleistet haben.
Die Wetterkapriolen sind da sicherlich nicht gerade hilfreich…
Die Frage ist natürlich, wird am Sonntag überhaupt gespielt. Wir würden das gerne tun, um endlich einmal in einen Rhythmus reinzukommen. Die Spieler brauchen nicht nur Training, das macht zwar alles Spass und auch wenn Schnee liegt, kann man Sachen erarbeiten, allerdings ist der Wettlkampf dann eine andere Geschichte. Wir würden uns freuen, wenn wir spielen könnten.
Ist Köpenick als Verbandsligist da eher ein unangenehmer Gegner, weil sie als Klassentieferer womöglich nicht genug Ansporn für eine engagierte Leistung bieten?
Die bisherigen Spiele im Pokal waren ja naturgmäß überwiegend gegen unterklassige Mannschaften gewesen und diese Aufgaben haben wir ganz ordentlich gelöst. In der Meisterschaft ist das Verhältnis bei solchen Spielen 50:50. Guten Ergebnissen wie das Hinspiel gegen Schönberg mit einem sensationell guten 6:0 steht in der Rückrunde ein Katastrophenspiel entgegen. Da müssen wir es schaffen, dass wir gegen solche Mannschaften besser aussehen. Man kann gegen einen Abstiegskandidaten, der ums Überleben kämpft, auch mal Punkte lassen, das wird den anderen auch passieren, denn Fußball ist kein Wunschkonzert, nur darf das nicht in der Häufigkeit passieren, wie es uns zuletzt unterlaufen ist.
Welche Spieler stehen denn am Sonntag zur Verfügung, ist etwas Ruhe ins Lazarett eingekehrt?
Nein, auch nicht. Es hat sich eher verschlechtert. Sascha Köttig hat letzte Woche im Training eine Muskelverletzung erlitten und im Spiel wurde Daniel Petrowsky derart gefoult, dass er sich einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat.
Das klingt nach langer Auszeit.
Das heißt, dass er die nächsten vier Wochen nicht zur Verfügung steht, und das ist ein herber Rückschlag, weil der Daniel vom Typ, von seiner Disziplin und vom Taktischen her, aber auch im Umgang mit den Anderen ein Spieler ist, der ganz oben in der Hierarchie steht.
Und Dejan Raickovic?
Raicko soll nächste Woche wieder ins Training einsteigen. Das allerdings mit aller Vorsicht aufgrunde der momentanen Bodenverhältnisse.
Und schließlich Murat Tosun?
Murat ist jetzt aktiv. Er hat zwar noch eine Mannschette aus weichem Material an, aber er hat die ganze Zeit auch mit diesem Handycap der gebrochenen Hand sehr gut trainiert und überhaupt keine läuferischen Rückstände. Wenn der Verband ganz ab ist, dann ist er sofort auch 100 Prozent einsatzfähig.
Dann hoffen wir auf diese 100 Prozent auch bei den anderen Spielern und Drücken die Daumen für einen akzeptablen Platz und ein gutes Ergebnis im Oddset-Pokal.
Vielen Dank, bis Sonntag.






