Ein positives Signal
Hagen Liebing im Gespräch mit Theo Gries
Hagen Liebing: Herr Gries, war das Spiel gegen Anker Wismar jetzt der Befreiungsschlag?
Theo Gries: Ich bin davon überzeugt, dass es ein Befreiungsschlag war. Ich hab das vor dem Ludwigsfelder Spiel schon im Trainingsbetrieb gemerkt, bei der Arbeit mit der Mannschaft, wie die Stimmung sich in die positive Richtung schiebt. Dieser Erfolg mit den drei Punkten und auch mit einigen Toren – auch wenn es noch mehr hätten sein können – ist erst mal ein guter Anfang. Vor allem die Bestätigung, dass Micha Fuß wieder als Torjäger zurück ist nach drei Pflichtspielen, in denen wir kein Tor erzielt hatten. Das ist ein positives Signal für uns und auch an die Adresse der Anderen. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft gegen Yesilyurt nachlegen will und ich möchte dieses Spiel auch so angehen, dass wir voll auf Sieg spielen und dafür auch belohnt werden.
Wie sehen sie das Kräfteverhältnis im Vergleich zur gemeinsamen Hinrundenpartie?
In der Hinrunde ging es um die Tabellenspitze. Anfangs hatte Yesilyurt spielerisch überzeugt und wir haben dann eine Stunde lang eine Gegenreaktion gezeigt, aufgrund derer wir einen 2:1-Sieg feiern durften. Jetzt ist die Konstellation ein bisschen anders. Wir sind im Verfolgerfeld etwas weiter hinten dran als das in der Hinrunde der Fall war, Yesilyurt hat seinerseits das letzte Spiel kurz vor Schluss verloren. Sie spielen nicht mehr diesen attraktiven Fußball, den sie in der letzten Saison oder auch noch im Hinspiel gezeigt haben. Das konnte man ganz klar bei den Spielen im neuen Jahr beobachten. Das Kreativspiel, was Yesilyurt über die letzten drei Jahre vorgetragen hat, ist zurzeit so nicht zu sehen.
Sie haben die Mannschaft in dieser Saison oft genug beobachtet – auf wen muss man beim Gegner besonders aufpassen?
Yesilyurt hat keinen Knipser, aber vorn ist jeder im Stande auch Tore zu machen. Darin liegt ihre Stärke und da müssen wir auch aufpassen, sie nicht ins Spiel kommen zu lassen.
Beide Teams haben in der Winterpause ihre Spielmacher ausgewechselt, TeBe hat auf Mustafa Turgut und Yesilyurt auf Ramazan Yildiz verzichtet…
Sie haben ihren Spielmacher erst nach der Winterpause weggeschickt. Das kam schon sehr überraschend und wirkt auch nicht harmonisch, dass er nun nicht einmal mehr im Kader ist. Wir haben unsererseits auf Mustafa Turgut nach der Hinrunde verzichtet, wodurch der Teamspirit besser geworden ist. Mucki hat zwar gute Spiele gemacht, war aber einer der polarisiert hat – und nicht immer im positiven Sinne. Und das hat sich bei uns nun wesentlich verbessert. Die Anderen, die die Forderung an Mucki hatten, kreativ Fußball zu spielen und die Ideen mit reinzubringen, sind natürlich jetzt im Mittelfeld zusätzlich gefordert auch ihren Teil dazu beizutragen dass wir diese Lücke schließen. Durch den neuen Teamgeist bin ich aber überzeugt, dass uns das auch gelingen wird.
Dann wünsche ich Ihnen, Ihrem und unserem Team einen erfolgreichen Gründonnerstag und bedanke mich für dieses Gespräch.






