Die Chance nutzen
David Naujeck im Gespräch mit Katrin Prühs
Sie kehrte zurück zu TeBe und sieht noch Chancen im Aufstiegsrennen. Dies und mehr erzählt Kerstin Prühs im Interview.
David Naujeck: Sie sind im Winter zu den Veilchenladies gestoßen. Für Außenstehende ein etwas überraschender Wechsel. Wie ist der denn zustande gekommen?
Katrin Prühs: Ich habe ja schon mal bei TeBe gespielt, damals noch in der Regionalliga. Aus der Zeit habe ich hier noch ein paar gute Freundinnen mit denen ich mich öfters treffe und die haben erzählt, dass wir derzeit unterbesetzt sind. Irgendwann kam es dann dazu, dass sie mich auch gefragt haben, ob ich nicht aushelfen will. Eigentlich wollte ich ja schon seit Jahren mit dem Fußball aufhören. Da ich aber noch im Training bin, sehe ich den Wechsel zu TeBe als eine Herausforderung für mich. Da hab ich mir dann gesagt: OK, das machst du!
Mit ihren 45 Jahren gehören Sie ja eher in die Kategorie „routiniert“. In der Mannschaft gibt es auch viele junge Spielerinnen. Wie sind Sie denn von denen und der Mannschaft aufgenommen worden?
Eigentlich ging das trotz des Altersunterschieds von Anfang an ganz gut. Vor allem die Jungen sind natürlich erst mal skeptisch und gucken schon genau hin, was man kann. Wenn man dann aber auf dem Platz zeigt, dass man noch mithalten kann, dann wird man schon aufgenommen. So war es dann auch bei mir.
In den wenigen Spielen für TeBe haben Sie schon auf einigen, unterschiedlichen Positionen gespielt. Wo sehen Sie sich auf dem Spielfeld am liebsten?
Am liebsten im Sturm! Mit der derzeitigen Position im Mittelfeld kann ich aber auch leben. Dort haben ich ja jahrelang bei Hohen Neuendorf gespielt. Das bedeutet für mich aber auch mehr Laufarbeit. Die Unterschiede zwischen Verbandsliga, wo ich vorher in der zweiten Mannschaft von Hohen Neuendorf gespielt habe, und der 2. Bundesliga merkt man da schon – die sind schon riesig. Alles geht viel schneller ab, es wird viel direkt gespielt. Es ist schon ein Unterschied.
Trotzdem hatten Sie ja einen tollen Einstand, die Testspiele eingerechnet 8 Tore in 5 Partien. Was können Sie in und mit der Mannschaft noch erreichen?
Also ohne die Mannschaft kann man keine Tore schießen. Das steht fest! Ich bin halt ein Typ der den Drang zum Tor hat und wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann hau ich den Ball auch mal rein. Da ich von der Mannschaft richtig gut angespielt werde, hat das jetzt auch oft geklappt.
Mit dem Sieg gegen Wattenscheid mischt TeBe wieder im Aufstiegsrennen mit. Wie ist denn die Stimmung im Team, glauben die Spielerinnen an ihr Chance zum Aufstieg?
Wir werden natürlich alles dafür tun den Aufstieg zu schaffen. Nach dem Wattenscheidspiel herrschte natürlich große Euphorie. Die Chance ist jetzt da, aber dann müssen wir auch noch gegen andere gewinnen. Es sind ja noch einige Spiele.
Für mich persönlich ist der Aufstieg eher irrelevant. Ich steige nicht mit in die Bundesliga auf, sondern gehe lieber zu den Seniorinnen.
Die Veilchenladies habe gerade eine länger Pflichtspielpause hinter sich gebracht. Kam Ihnen diese Pause entgegen?
Also ich persönlich, und ich schätze die Mannschaft auch, hätte gerne weitergespielt. Mit dem Sieg waren wir gerade schön im Spielfluss. Jetzt haben wir nur trainiert. Das ist dann doch nicht so als ob man spielt. Gegen unseren nächsten Gegner Jahn Calden rechne ich mir trotzdem gute Chancen aus. Ich hoffe doch ganz stark das wir da gewinnen und weiter oben dranbleiben. Calden steht ja in der Tabelle weiter unten, derzeit auf dem vorletzten Rang. Wenn wir dort so auftreten wie gegen Wattenscheid, dann habe ich auch keinen Zweifel an unserem Sieg.
Vielen Dank für das Gespräch.






