"Mir ist TeBe schon ein Stück ans Herz gewachsen"

Julius Scheller im Gespräch mit Maximilian Wolchow

Wie schon letzte Woche angekündigt, unterhielt sich Geschäftstellen-Praktikant Julius Scheller zum Rückrundenauftakt mit dem Winterpausen-Neuzugang Maximilian Wolchow über die aktuelle Situation im Verein, die Trainingsbedingungen in den letzten Wochen und seine Ziele mit TeBe.

Max, nach vier Jahren Abstinenz bist du zurück bei TeBe. Warum gehst du diesen Schritt in für TeBe so schweren Zeiten?
In den vier Jahren habe ich den Verein ja nie richtig aus den Augen verloren und mich immer über ihn informiert. Mir ist TeBe schon ein Stück ans Herz gewachsen. Für mich war aber gleichzeitig auch der sportliche Anreiz wichtig, jetzt in der Regionalliga zu spielen.

Hattest du in den letzten Jahren noch Kontakt zum Verein?
Ja, vor allem über die Spieler. Mit Martin Neubert habe ich regelmäßig telefoniert und durch meinen Arbeitskollegen und guten Freund Timo Hampf blieb der Kontakt immer erhalten. Auch mit Frank Lange gab es das eine oder andere Telefongespräch.

Ist dir durch deine frühere Erfahrung bei TeBe der Einstieg ins Team leichter gefallen?
Auf jeden Fall. Man kennt sich halt aus der Oberliga und aus gemeinsamen Zeiten bei TeBe. Diejenigen, die in den letzten Jahren in der Oberliga Nordost gespielt haben, hat man zwei oder drei Mal im Jahr auf dem Platz getroffen. Die jungen Spieler in der Mannschaft sind mir zwar noch nicht so geläufig, aber das war überhaupt kein Problem. Alle haben mich super aufgenommen.

Die finanzielle Situation mal außer Acht gelassen. Was hast du dir mit TeBe für die Rückrunde vorgenommen?
Das oberste Ziel ist auf jeden Fall der Klassenerhalt. Darüber hinaus, der beste Aufsteiger zu werden. Das sind auch Ziele, die mit TeBe möglich sind.

Wie bewertest du die aktuell schwierige Finanzlage des Vereins?
Das ist nicht so einfach zu bewerten. Ich hoffe halt, dass die Verantwortlichen bei der Investorensuche ein gutes Händchen bewiesen haben und den Zusicherungen gegenüber der Mannschaft gerecht werden.

Du bist erst kurz dabei, merkst du irgendetwas davon in der Mannschaft? Wie ist denn insgesamt die Stimmung im Team?
Ja, die Stimmung ist zum Teil schon etwas angespannt, aber man merkt auch, dass das Team gefestigt ist und über solchen Angelegenheiten steht.

Wie siehst du die sportliche Zukunft des Vereins über die Saison hinaus, wenn die aktuellen finanziellen Probleme gelöst werden?
Dann kann es auf jeden Fall aufwärts gehen. Ich sehe die Zukunft unter dieser Voraussetzung für TeBe recht positiv. In der Regionalliga spielen nicht so viele Vereine aus Berlin/Brandenburg. Ich denke schon, dass mit größeren Investoren und einem wachsenden Sponsorenpool höhere Klassen erreichbar sind.

Viel Schnee und zuletzt das Tauwetter haben das Training in den letzten Wochen stark beeinflusst. Wie sah das Training denn zuletzt so aus?
Die letzten Trainingswochen waren eher bescheiden. Wir sind größtenteils auf den Straßen rumgerannt und haben im Mommsenstadion auf der Tribünenseite Laufeinheiten und Kraftübungen gemacht. Ein paar Mal haben wir in der Halle trainiert und mussten auswärts auf irgendwelchen Trainingsplätzen Testspiele absolvieren. Das war gelinde gesagt nicht regionalligareif, was wir da gemacht haben.

Reicht das aus, um die Tabellenposition in der Rückrunde zu halten und in den kommenden Spielen zu punkten?
Von der Fitness her sind wir auf jeden Fall richtig gut dabei. Spielerisch haben wir uns dadurch nicht wirklich weiterentwickeln können. Als neuer Spieler habe ich nur zwei oder drei Testspiele mit den anderen gemacht. Ich hoffe, dass es reicht.

Du giltst als Allrounder. Auf welcher Position können wir dich im TeBe-Dress erwarten?
Ich bin universell einsetzbar. Abwehr, Mittelfeld und ab und zu auch mal im Sturm. (lacht) Ich hoffe aber, dass ich im Mittelfeld zum Zuge komme, weil ich da meine größten Stärken habe und auch das eine oder andere Tor schießen kann.

Hast du von der Faninitiative „We save TeBe“ gehört?
Am Rande, ich habe nicht wirklich viel davon mitbekommen. Sie setzen sich halt zusammen, um Sponsoren und Unterstützer für den Verein zu gewinnen, um ihm zu helfen. Das ist gut, aber viel weiß ich darüber nicht.

Wo siehst du dich sportlich und auch persönlich in fünf Jahren?
Ich hoffe, immer noch bei Tennis Borussia. (lacht) Ich will eigentlich hier meine Karriere ausklingen lassen. Es sollte meine letzte höherklassige Station sein, danach möchte ich meine Fußballerlaufbahn beenden.

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