Sieg mit Moral

TeBe – St. Pauli II 2:1 (1:0)

Trotz verletzungsbedingter Umstellungen im Kader konnte sich das Team von Trainer Thomas Herbst am Sonnabend Nachmittag gegen die austrainierten Jungprofis der FC St. Pauli durchsetzen und nach vier Unentschieden endlich den ersten Sieg der Rückrunden einfahren. Vollauf verdient siegte Tennis Borussia Berlin durch die Tore von Timo Breitkopf und Emre Anuk mit 2:1 gegen die Hansestädter und machte einen Sprung auf den neunten Tabellenplatz.

Gegen den breiten und zudem ausgeruhten Kader des FC St. Pauli stand Trainer Thomas Herbst erneut vor der schwierigen Aufgabe, gleich drei im Nachholspiel gegen Plauen am Mittwoch verletze Akteure ersetzen zu müssen. Im Tor stand somit erneut Mirco Langen, der zunächst nur langsam von den Gästen warm geschossen wurde, sich im Laufe der Partie aber entscheidend zu steigern wusste. TeBe versuchte trotz spielstarker Gäste dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken und erarbeitete sich auch ein leichtes Übergewicht, ohne jedoch zwingende Chancen herauszuarbeiten. Dies änderte sich jedoch mit der 43. Minute, als Timo Breitkopf kraftvoll ab durch die Mitte ging und Gästekeeper Schenk mit einem Gewaltschuss ins linke Eck zum 1:0 überwand. So kurz vor der Halbzeit brachte dieser Treffer den Veilchen augenscheinlich ein Plus in Sachen Moral, das sie mit in die Kabine nehmen konnten.

Natürlich setzten die Hanseaten in der zweiten Hälfte nun alles daran, den Ausgleich zu erzielen, TeBe hielt jedoch kämpferisch gut mit und brachte auch mit spielerischen Mitteln und Konteraktionen viel Gefahr in den St. Pauli-Strafraum. Vorentscheidend sollte dann bereits eine Ecke in der 63. Minute werden, die – von rechts geschlagen – Emre Anuk im Strafraugewühl fand, der verdeckt abziehen und zum 2:0 treffen konnte.
Hamburg setzte nun noch einmal alles auf Offensive und setzte die Veilchen massiv unter Druck. Auch die Zahl der Kontermöglichkeiten nahm analog zum Kräfteverschleiß ab, so dass sich die letzen fünf Minuten im Mommsenstadion vor 762 Zuschauern doch noch zum Krimi entwickelten. Erst rette Mirko Langen in der 86. Minute die Führung durch eine Blitzreflex, als die Abseitsfalle nicht funktioniert – oder von Schiri ignoriert wurde: gleich fünf Paulianer standen frei vor Langen, der den Schuss ins Aus lenkte. Nur eine Minute später drückte der eingewechselte Pichinot dann doch einen Eckball zum Anschlusstreffer ein. TeBe geriet weiter unter Druck, verteidigte aber verbissen und erfolgreich den Sieg bis zum Schlusspfiff in der 93. Minute. Trainer Herbst kam nicht umhin, seine Mannschaft erneut für ihre Moral und Einsatzwillen zu loben, die diesen wichtigen Sieg unter schwierigen Bedingungen ermöglicht hatten.

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