Mit vollem Einsatz
TeBe – Chemnitzer FC 0:0 (0:0)
Mit einer überzeugenden Energieleistung konnte unser Regionalligateam am Sonntagnachmittag dem aktuellen Tabellendritten aus Chemnitz ein torloses Remis abtrotzen. Neben einer überzeugenden und engagierten Leistung aller Mannschaftsteile stand besonders Torwart Mirco Langen (Foto) im Brennpunkt und konnte den Punktgewinn gegen in der zweiten Halbzeit konstant das TeBe-Tor berennende Gäste buchstäblich festhalten. Somit wurde in der Rückrunde nach Babelsberg und Halle mit Chemnitz mittlerweile dem kompletten Führungstrio der Liga im Mommsenstadion bravourös der Schneid abgeknöpft.
Von der Papierform her musste man am Ende des 28. Spieltages schon um unsere Borussen fürchten, brachten die Gäste aus Sachsen doch nicht nur einem wohlgefüllten Kader mit in den Eichkamp, sondern zeigten sich in punkto Körpergröße auch komplett überlegen. Umso mehr wussten die Veilchenspieler – heute erneut mit umgebauter Innenverteidigung, da Martin Neubert gelb gesperrt fehlte – von Beginn an mit engagiertem Spiel zu überraschen. Gleich mehrfach boten sich dem flinken Timur Özgöz Einschussmöglichkeiten, wenn TeBe ein schnelles, variables Konterspiel aufzog. Klassische Strafraumsituationen hingegen gab es seltener im Gästebereich, schließlich wussten die durchweg um einen Kopf größere und auch stämmigere Chemnitzer Defensive unsere Stürmer Beil und Özgöz souverän am Einschuss zu hindern. Chemnitz selbst hingegen rannte mit gleich bleibendem Einsatz, aber auch stets gleichen Mitteln gegen das TeBe Tor, das heute aufopferungsvoll von jedermann verteidigt wurde und zudem mit Mirco Langen einen augenscheinlich an Sicherheit zulegenden Keeper hatte.
Waren die Spielanteile von Tennis Borussia in der ersten Halbzeit noch beachtlich, wurden die Veilchen beinahe über die gesamte zweite Hälfte von den Gästen unter Druck gesetzt. Dies jedoch wie zuvor schon streng nach Schema, weshalb es – wenn auch mit großem Kraftaufwand – möglich blieb, erfolgreich gegenzuhalten. Nach wie vor boten sich sogar Konterchancen, die jedoch nicht zwingend genug durchgeführt wurden und so eher der Entlastung von dem zunehmend wütenden Druck des Aufstiegsanwärters dienten. Bereits in der 86. Minute kam es dann zum ersten großem Jubel im Stadion, als der seit Monaten durch einen Kreuzbandriss außer Gefecht gesetzte Benjamin Griesert erstmals wieder in das Spielgeschehen eingriff. Eine Minute in der Nachspielzeit wären die Borussen dann beinahe doch noch um ihren verdienten Lohn gebracht worden, als Keeper Langen einen Gewaltschuss von halblinks mit einer Riesenparade artistischer Manier entschärfte. Weitere vier Minuten musste der Anhang dann noch zittern, eher die Partie unter Jubel aller Berliner Beteiligten von Rasen und Rängen abgepfiffen wurde.
Trainer Thomas Herbst fand für den Einsatz seines Teams unter schwersten Bedingungen – sowohl was die finanzielle Notlage des Clubs, als auch zahlreiche gesperrte (Neubert, Austermann) und verletzte Spieler betrifft, bewundernde Worte. Zuvor hatte es bereits im Rahmen des dritten Wirtschaftsclubtreffens eine spontane Sammlung der Anwesenden gegeben, um durch eine leichte Aufbesserung der Mannschaftskasse auch auf diesem Wege Dank und Anerkennung der Unterstützer auszudrücken. Die letzten Worte blieben an diesem Nachmittag aber den Fans vorbehalten, die ihrem Team das Spruchband „Danke Mannschaft, danke Trainer!“ entgegen hielten.






