Sechs Punkte eingefahren
SV Altlüdersdorf - TeBe 1:2 (0:2)
In einem der viel zitierten „Sechs-Punkte-Spiele“ konnten unsere Veilchen heute beim SV Altlüdersdorf tatsächlich sechs Punkte perfekt machen – wenn man die drei Punkte gegen denselben Kontrahenten aus dem Hinspiel in die Rechnung einbezieht.
TeBe profitierte von einem frühen Führungstreffer durch Manuel Zemlin, der bereits nach zwei Minuten einen Freistoß aus zentraler Position verwandelte. Doch der Jubel des zahlreich mitgereisten Anhangs war noch nicht verklungen, da bemühten sich die Gastgeber bereits nach Kräften um eigene Offensivaktionen. Eine ganze Reihe von Standardsituationen musste die TeBe-Defensive über sich ergehen lassen, jedoch ohne dabei ernsthaft in Bedrängnis zu geraten. Leider blieben die Spielanteile auch nach der roten Karte gegen Kljajic (34.), als dieser an der Mittellinie zur Grätsche ansetzte, weiterhin zugunsten der Gastgeber verteilt. Umso größer war die Freude unter den Borussen, als Touré kurz vor dem Pausenpfiff nach einer missglückten Ecke von rechts noch die Gelegenheit zum Nachschuss erhielt und dabei – vorbei an Freund und Feind und unter Zuhilfenahme des linken Pfostens – den Ball einnetzen konnte. Im Nachhinein ist der psychologische Wert eines weiteren Treffers so kurz vor der Halbzeit kaum hoch genug einzuschätzen.
Die zweite Hälfte bot ein munteres Auf und Ab. TeBe, numerisch weiterhin mit 11 zu 10 überlegen, konnte die zahlenmäßigen Überlegenheit zu selten in Torgelegenheiten ummünzen und so war es keineswegs unverdient, als die tapfer kämpfenden Altlüdersdorfer nach einer attraktiven Komination im Mittelfeld durch Blazynski zum Anschlusstreffer kamen (55.). Im weiteren Verlauf verkrampfte die Partie immer mehr. TeBe brachte kaum konstruktive Angriffsbemühungen zustande und der gastgebende SVA, nach 77 Minuten durch eine Ampelkarte gegen Kucak weiter geschwächt, kam trotz der überaus offensiven Wechselpolitik von Trainer Hans Oertwig nicht zu klaren Torchancen. So zitterte TeBe den knappen Vorsprung über die Zeit. Auch wenn Hebsacker und Kim das 3:1 auf dem Fuß hatten, so muss der dreifache Punktgewinn ein stückweit doch als glücklich bezeichnet werden, wenn man die Verteilung der Spielanteile in der zweiten Halbzeit betrachtet.
Trainer Cemal Yildiz fand bei der anschließenden Pressekonferenz dann auch deutliche Worte: „Wir haben kein gutes Spiel gezeigt. […] Mit unserem Offensivspiel bin ich überhaupt nicht zufrieden. Das habe meiner Mannschaft unmittelbar nach dem Abpfiff auch deutlich gemacht.“
Nichts desto trotz bleibt unter dem Strich ein wichtiger, dreifacher Punktgewinn für TeBe, der in der Drucksituation des Abstiegskampfes nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. So besteht beim anstehenden Nachholspiel gegen den Lichterfelder FC (Freitag, 19 Uhr, Mommsenstadion) endlich die Möglichkeit, sich von den Abstiegs- und Relegationsplätzen zu verabschieden.






