Tas-Torwart verteilt Gastgeschenke

© A. Sprdlik

TeBe gewinnt Derby der Ex-Bundesligisten

Mit einem 2:1-Erfolg über den SV Tasmania konnten die Veilchen nach dem Sieg in Gatow den nächsten wichtigen Dreier einfahren. Eine entscheidende Rolle für den Ausgang der Partie spielten die beiden Torhüter. Während Borussen-Keeper Younes Itri mit einer Reihe toller Paraden den Sieg seines Teams festhielt und von der Fußball-Woche zurecht in die Elf des Spieltags berufen wurde, leistete sein Konterpart Conteh mit seinen Schnitzern selbst die Vorarbeit für die beiden TeBe-Treffer.

Die Gäste stellten sich im mittlerweile auch in der Berlin-Liga längst aus der Mode gekommenen 3-5-2-System auf, das sie zunächst überdies äußerst defensiv interpretierten. Durch die extrem tief stehenden Außenläufer erinnerte die Abwehr der Tasmanen mitunter an die legendäre rehaklessche Viererkette mit Libero. Die beiden Mittelfeld-Halbpositionen hinzugerechnet, verteidigten also nicht weniger als sieben Gästespieler, während die Offensive zunächst nur aus den beiden Stürmern Engin und Gempf sowie dem „Zehner“ Aslan (der allerdingsdie Rückennummer 16 trug) bestand. Trotzdem waren die Neuköllner mit diesem auf Konterattacken ausgerichteten System nicht ungefährlich, zwangen Itri bereits nach fünf Minuten zur ersten Rettungstat.

Schnell wurde allerdings auch offenbar, dass der Gästekeeper nicht die allergrößte Sicherheit ausstrahlte und eine Schwachstelle im Defensivverbund der Rixdorfer darstellte. Tatsächlich profitierten die Lila-Weißen zwischen der 20. und der 30. Spielminute zweimal von seinen Fehlern. Zunächst war es Benny Hendschke, der spekulierenderweise in einen Abschlag hineinsprang. Der Ball traf Hendschke am verlängerten Rücken und trudelte von dort ins Netz – 1:0 (22.). Sechs Minuten später ließ der Unglücksrabe dem TeBe-Stürmer Hassan Salhab die Kugel quasi vor die Füße fallen, der sich die Chance nicht nehmen ließ und zum 2:0 verwandelte (28.). Kurz vor der Pause brachte sich auf der Gegenseite Irti unnötigerweise selbst in Bedrängnis, als er sich von der ebenfalls abgekreideten Footballfeld-Markierung verwirren ließ und den Ball im Glauben, sich im 16-Meter-Raum zu befinden, mit der Hand aufnahm. Der fällige Freistoß resultierte in einem strammen Volleyschuss, den Itri mit einer Flugparade zur Ecke klären konnte. Auch aus dem Eckstoß ergab sich eine Tas-Chance, die Itri spektakulär klärte, sodass es mit einem Zwei-Tore-Vorsprung für die Veilchen in die Pause ging.

Nach dem Wechsel verschoben sich die Spielanteile zugunsten der Gäste, während es dem Team von Markus Schatte kaum einmal gelang, die sich so bietenden Kontergelegenheiten konsequent auszuspielen. Wie das geht, zeigte vielmehr in der 65. Spielminute die Tasmanen, als sie mit einem guten Spielzug die aufgerückte Borussen-Abwehr aushebelten und Gempf keine Mühe hatte, den im Stich gelassenen Itri zu überwinden. So musste bis zum Abpfiff um den Sieg gebangt werden.

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