Erste Saisonniederlage
Pokalaus in Mahlsdorf
Tennis Borussia ist am Sonntag aus dem Berliner Pokal ausgeschieden. Bei Eintracht Mahlsdorf unterlagen unsere Veilchen nach ihrer schwächsten Saisonleistung letztlich verdient mit 1:2 (1:0).
Dabei hätte das umgestellte TeBe-Team, das so noch nie zusammen spielte und in dem einige Spieler aus der zweiten Reihe ihre Chance bekamen, fast einen Traumstart erwischt, doch Chamkhis Schuss nach tollem Podrygala-Zuspiel strich hauchdünn am linken Torpfosten vorbei (2.). Optisch überlegen waren in der Anfangsphase allerdings die Mahlsdorfer, die mit zwei Fernschüssen nach neun und zwölf Minuten auch erstmals für Torgefahr sorgten, ehe TeBe die Initiative übernahm und Raychouni nach tollem Touré-Solo und Lemcke-Zuspiel nur knapp verzog (13.). Ebenfalls Raychouni blockte in der 19. Minute einen Mahlsdorfer Fernschuss, bevor er im Gegenzug die Führung für die Lila-Weißen erzielte. Einem klasse Alleingang folgte der erfolgreiche Abschluss von links aus sehr spitzem Winkel, welcher die zahlreichen TeBe-Fans, sie stellten heute auch heute wieder etwa die Hälfte des Publikums, lautstark jubeln ließ (20.). In den nächsten zehn Minuten spielte sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab, außer dass auf beiden Seiten je ein Kopfball knapp einen Meter über die Querlatte ging. Nach 35 Minuten dann fast die Vorentscheidung: Abermals hatte Podrygala vorgelegt, doch Chamkhis Schuss ging an die Unterlatte und sprang einen halben Meter vor der Linie wieder auf – kein Tor. Wohl keiner der anwesenden Zuschauer hätte zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass dieser Lattenkracher die letzte TeBe-Chance des Spiels sein würde. Unsere Veilchen retteten sich mit der glücklichen Führung aber noch in die Pause, nachdem Goalie Hinz zuerst einen Kopfball von Janitzek mit einer Glanzparade schön klären konnte, und im Anschluss zwei freistehende Mahlsdorfer Schützen kläglich verzogen hatten.
Mit dem Beginn der zweiten Hälfte hofften die TeBe-Fans auf eine Wiederauferstehung ihrer Elf, doch mit der Auswechslung des gelb-rot gefährdeten Lennart Hartmann ging das bis dahin kreativste Offensivelement verloren. Wie schon in den letzten Minuten vor der Pause spielte nur noch Mahlsdorf, und nachdem bereits eine Großchance vergeben wurde (48.), schlug es nach 55 Minuten folgerichtig zum 1:1 ein. Nach einer Flanke von rechts hatte Heller kein Problem, zum Ausgleich zu vollenden. Und auch im Folgenden konnten sich unsere Borussen nicht aus dem Druck des Gastgebers befreien. Die wenigen verheißungsvollen Angriffe scheiterten stets daran, dass der letzte Pass nicht sein Ziel erreichte, oft unterbunden durch eine aufopferungsvoll kämpfende Mahlsdorfer Mannschaft. Während der eingewechselte Szczech eine Großchance noch vergab (65.), machte es Klatt besser. Den Abpraller eines Pfostenschusses staubte er gekonnt ab und brachte den Gastgeber in Führung (85.). Bis dahin hatte TeBe in der zweiten Halbzeit einzig durch einen harmlosen Hendschke-Freistoß überhaupt einmal aufs gegnerische Tor geschossen (81.) und auch der spät eingewechselte Fuß verpasste den Ausgleich nach einem Lemcke-Pass knapp (88.), als er den Ball nicht mehr erreichte. Ob ein Mahlsdorfer den Ball dabei mit der Hand spielte und es einen Elfmeter für TeBe hätte geben müssen, wird nicht mehr zu klären sein. Anstelle eines wohl ohnehin eher glücklichen Ausgleichs schlug es dann aber kurz vor dem Schlusspfiff fast nochmal im Veilchentor ein. TeBe-Keeper Hinz vereitelte nach einem starken Konter Hellers zweiten Treffer (90.+1), jedoch nicht mehr das Pokalaus.
Nach dem Ausscheiden aus dem Landespokal gilt es für die Volbert-Schützlinge nun wieder darum, sich voll auf den Kampf um die Tabellenspitze in der Berlinliga zu konzentrieren. Die erste Chance auf Wiedergutmachung hat die Mannschaft bereits am Mittwoch. Um 19:30 Uhr erfolgt der Anpfiff des Nachholspiels beim Köpenicker SC. Durch einen Sieg kann TeBe nach Punkten auf Tabellenführer Tasmania aufschließen.






