Bittere Pleite an der Ostsee

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Dieses Spiel darf man nicht verlieren“ – diesem Fazit unseres Trainers Jeffrey Seitz wäre an sich nicht viel hinzufügen. Außer, dass wir es dennoch verloren haben, in erster Linie weil anfangs zu viele dicke Gelegenheit ausgelassen wurden. Gelegenheiten, die sich das Team, das gegen den Ball engagiert agierte, auch richtig gut herausspielt hatte. In der 6. Minute kam John Dethlefs zum Anschluss, der Keeper konnte parieren, zwei Munten später hatte sich Phillip Martens durchgetankt, scheiterte ebenfalls, wieder drei Minuten später traf John den Ball wenige Meter vor dem Tor zu schwach.

Das Team rackerte weiter, behielt die Kontrolle, die einzige echte Wismarer Konterchance durch den 34-jährigen Ex-Profi Pascal Breier konnte Linus Frölich vor der Linie klären (25.) , eine Pausenführung der Veilchen wäre sowohl nach Spielanteilen wie Chancen mehr als verdient gewesen; ohne Konjunktiv stand es jedoch schnöde 0:0 im Kurt-Bürger-Stadion.

Die zweite Hälfte wurde dann verteilter, unser Team hatte in Hälfte eins Substanz gelassen. Eine nennenswerte Gelegenheit ergab sich nach Vorarbeit des bärenstark fightenden Marlon Kolobaric, doch Anker-Keeper Hajo-Michel Kurt konnte Ebrima Jobes Kopfball parieren. Und dass man einen wie Breier nicht über 90 Minuten an die Leine legen kann, musste wir zu allem Überfluss auch noch erfahren. Konter in Minute 65, Wismar bringt den Ball von links in die Mitte, Ankers Ex-Profi zeigte Vollstreckerqualitäten und drückte per Kopf den Ball geschickt an unseren Innenverteidigern vorbei ins Netz.

Die Mannschaft gab kämpferisch alles, doch an der Qualität im Abschluss fehlte es: Der einzige, dem es gelang, einen wirklich strammen Schuss Richtung Tor abzufeuern, war in Hälfte zwei Emir Can Gencel, der aus spitzem Winkel knapp verfehlte – alle anderen Schussversuche missrieten mehr oder weniger.

Besonders bitter, denn die Mannschaft hatte geackert und gekämpft, sich auch kaum Blößen gegeben, doch: Wer kein Tor erzielt, dem hilft Lob wenig. Es rächt sich zusehends, ohne echten Goalgetter im Kader in die Saison gestartet zu sein. Nun, das kann man nicht mehr ändern: Wir müssen die Tore mit aller Macht erzwingen, die Situation ist seit dieser Niederlage noch bedrohlicher, als sie es ohnehin schon war.

Gut vielleicht, dass ein spielloses Wochenende kommt, damit das Team die Köpfe freibekommen kann. Am Karfreitag, 3. April, 14 Uhr, geht es im Stadion Wilmersdorf gegen Tasmania. Da haben wir nichts zu verlieren, also: Fordern wir dem Favoriten alles ab!

TeBe: Bangsow – Klawa (82. Iraki), Pourfard, Frölich, Kastrati (46. Abu Hejab) – Martens, Gencel – Kolobaric, Dethlefs (71. Emini), Jobe – Halimi (58. Moradi). Zahlende Zuschauer: 156.

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