Ganz wichtiger Sieg gegen Viktoria
Stadion Wilmersdorf, Sonntag, fünf vor drei: Tonnenlasten fielen von den Herzen der Fans und der Verantwortlichen, der lila-weiße Jubel kannte keine Grenzen, als Schiedsrichter Carl Wundram abpfiff. 2:1 hatte unsere Mannschaft gesiegt in diesem Kellerderby, ist vorerst wieder über den Strich gehüpft – und hat vor allem wieder einmal gewonnen. Ein Gefühl, das Mannschaft und Anhänger nach sechs Pflichstpielniederlagen in Folge kaum mehr kannten.
Es war am Ende ein Arbeitssieg, gewiss, aber mit welcher Leidenschaft unsere Mannschaft diese Arbeit erledigt hat, gibt Mut. Dieses Mal wurden alle Nackenschläge weggesteckt und von denen setzte es wieder einmal ein paar: Viel schwerer als das vermeidbare Gegentor vor der Pause und ein gut aufgelegter Viktoria-Keeper Laurenz Pohlmann, der mehrfach Großchancen zunichte machte, wiegt die Knieverletzung des unermüdlich rackernden Mohammad Sey (52.) Wir wünschen gute und möglichst rasche Genesung, Mohammad wird uns sehr fehlen!
Kompliment an die Mannschaft, dass sie sich von den Missgeschicken nicht irritieren ließ und in den Nun-erst-recht-Modus schaltete. In den Minuten vor Mohammads bitterer Verletzung, hatte sie nämlich den Ausgleich (45.+1) hinnehmen müssen und unmittelbar nach der Pause selber drei „Riesen“ nicht nutzen können . So schien alle Mühe der ersten Halbzeit verpufft, in der unser Team total dominant spielte und zu Recht, aber auch zu niedrig mit 1:0 durch einen von Emir Can Gencel sicher verwandelten Elfer (9., Mohammad war gelegt worden) bis in die Nachspielzeit geführt hatte.
Aber dieses Mal steckte das Team alles weg. Im Mittelfeld angekurbelt von Emir und Philipp Martens drückten die Lila-Weißen auf die erneute Führung, brachten aber den Ball einfach nicht unter. Bis sich Emir ein Herz nahm und John Dethlefs‘ Vorarbeit zu einem fulminaten Kracher aus 18 Meter nutzte, der auch für Pohlmann unhaltbar einschlug: 2:1 in der 76. Minute.
Nun hieß es, diese Führung nicht zu verspielen – eine Aufgabe, die jeder Borusse auf dem Platz bitter ernst nahm, es wurde gerannt, bearbeitet und gegrätscht, was das Zeug hielt und bis Schiri Wundram uns alle erlöste. Emir, der Held des Tages, kündigte nach dem Spiel an: „Das ist erst der Anfang, wir machen so weiter!“
Wer dabei von den Tribünen aus mithelfen möchte, sollte überlegen, ob er den Samstag an der Ostsee verbringen möchte, genauer gesagt, im Kurt-Bürger-Stadion zu Wismar. Anstoß ist dort um 13 Uhr. Die lila-weiße Reisegruppe fährt mit dem RE85 ab Gesundbrunnen um 9:16 Uhr. Weitere Infos zum Kick in Wismar gibt es im Lauf der Woche hier bei uns auf der Homepage.
TeBe: Bangsow – Klawa, Pourfard, Frölich, Kastrati (66. Abu Hejab)– Gencel, Martens – Moradi (46. Kolobaric), John (89. Emini), Jobe – Sey (54. Halimi). Zahlende Zuschauer: 326.






