Gemeinsam für den Schutz queerer Menschen: u2nite wird Partner von Tennis Borussia

Das war Liebe auf den ersten Blick: Das in München ansässige unabhängige Technologieunternehmen Wildtrolls, das die LGBTQIA+-Dating-App u2nite entwickelt, und Tennis Borussia, dessen Fans Vorreiter der Kampagne „Fußballfans gegen Homophobie“ waren, haben zusammengefunden. Wildtrolls wird Bronze-Sponsor unseres Vereins.

Die Sicherheit, auf die sich queere Fußball-Fans im Mommsenstadion verlassen können, strebt u2nite an, im digitalen Raum zu gewährleisten. Denn u2nite unterscheidet sich grundlegend von vielen Dating- und anderen Plattformen, die als regelrechte Datenkraken umfangreiche persönliche, Verhaltens- und Standortdaten für Profilbildung, Werbung oder die Weitergabe an Dritte sammeln und analysieren.

Schutz vor Stalking und Erpressung

u2nite geht bewusst den entgegengesetzten Weg, wie Ivar Våge, CEO von Wildtrolls, hervorhebt: „Wir verdienen mit nützlichen Premiumfunktionen und nicht mit der kommerziellen Verwertung des Privatlebens unserer Nutzer. Persönliche Daten sollen geschützt werden und nicht selbst das Produkt sein.“ Durch die schnelle Entwicklung von AI wird eine auf Schutz aufgerichtete technische Architektur noch wichtiger: Denn wenn Bilder, Stimmen und Identitäten immer leichter kopiert oder manipuliert werden können, sind Fake-Profile, Betrug, Erpressung und gezielte Angriffe die Folgen. Ivar betont: „u2nite wurde speziell für eine Community entwickelt, für die Privatsphäre nicht nur eine Frage des Komforts ist. Für viele queere Menschen kann digitale Sichtbarkeit mit Outing, Stalking, Erpressung, Diskriminierung oder staatlicher und gesellschaftlicher Verfolgung verbunden sein.“

Vor wachsender Queerfeindlichkeit mit Repressionen und digitalen wie tätlichen Angriffen will u2nite schützen: Für die Anmeldung sind weder eine Telefonnummer noch eine E-Mail-Adresse oder die Verknüpfung mit einem Social-Media-Konto erforderlich; auf eine exakte GPS-Ortung wird verzichtet, nur die Umgebung wird angezeigt, um Begegnungen zu ermöglichen. Sensible Profildaten werden nicht vollständig auf einem zentralen Server zusammengeführt. Ein wesentlicher Teil der Informationen bleibt dezentral auf dem Gerät der Nutzer, Angaben und Berechtigungen werden vom System bestätigt, ohne die persönlichen Daten selbst offenzulegen. Chats und Videochats sind selbstverständlich sicher verschlüsselt.

Ein Stadion gegen Queerfeindlichkeit

Dass TeBe und Wildtrolls zusammengefunden haben, ist für Ivar „eine sehr natürliche Verbindung: TeBe schafft einen offenen und geschützten Raum im Sport und im realen gesellschaftlichen Leben. Mit u2nite versuchen wir, einen solchen Raum für die queere Community digital zu schaffen.“

Vor dem Hintergrund des langjährigen Engagements von Verein und Fans gegen Homophobie (das beleidigend gemeinte Gegröle gegnerischer Fans: „Lila-weiß ist schwul“ ist im Mommsenstadion schon lange zur fröhlichen Selbstbezeichnung umgewertet worden) freut sich der Vorstandsvorsitzende Ariel Gala besonders über die Kooperation: „Wir zeigen gemeinsam Haltung und demonstrieren mit dieser Partnerschaft, dass Sport, Technologie und das Engagement für die queere Community glaubwürdig zusammenpassen. Gemeinsam wollen wir eine starke gesellschaftliche Wirkung entfalten!“

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