Keine Tore, aber ein Punkt beim Nachbarn
„Die Null muss stehen.“ Diesem berühmten Motto, einst von Schalke-Coach Huub Stevens in die Welt gesetzt, folgten beide Teams im Eichkamp-Derby. Die Abwehrfehler, die sowohl Makkabi als auch TeBe am vergangenen Wochenende jeweils zwei Gegentore gebracht hatten, sollten sich keinesfalls wiederholen.
Und so war es in der ersten Hälfte dann auch: Makkabi hatte ein deutliches Plus im Ballbesitz, das die Gastgeber aber zu nicht mehr als einem Fernschuss und einem Kopfball, die beide ihr Ziel verfehlten, nutzen konnten. Unser Team gewährte keine tiefen Räume, die Fünferkette gegen den Ball funktionierte gut; wichtig, dass vor allem der schnelle Makkabi-Zugang Akogo an die Kette gelegt werden konnte. Eigene Abschlussaktionen gelangen den Mannen von Trainer Jeffrey Seitz allerdings nicht, einige Kontergelegenheiten wurden nicht zu Ende gespielt.
Das änderte sich in der zweiten Halbzeit: Mit der Hereinnahme eines zweiten Stürmers, Eli Hounsa, bekamen die schellen und beweglichen Offensivkräfte Devis Meißner und Mohammad Moradi, etwas mehr Räume und damit auch Gelegenheiten. Mateo Jagnjic bereitete nach einer knappen Stunde für Devis vor, der in letzter Sekunde geblockt wurde, kurz darauf schickte Devis Mohammad, dessen Schuss von Makkabi-Keeper Lindner stark pariert wurde – die beste Chance der Partie.
In der Endphase der Partie riskierten beide Teams etwas mehr: Auf unserer Seite wurde Bastian Kummerow am Fünfmeteraum geblockt, Linus setzte eine Direktabnahme knapp daneben, Makkabi kam zu zwei jeweils geblockten Abschlüssen von der Strafraumgrenze und einer scharfen flachen Eingabe, die Freund und Feind verpassten.
So blieb die Null beidseits bis zum Schlusspfiff stehen, letztlich ein freundschaftliches Ergebnis für ein wie stets freundschaftlich geführtes Derby. Ob es sich eher um einen gewonnenen Punkt oder zwei verlorene handelte, ist nicht klar zu sagen: Beide Teams waren letztlich zu beschäftigt, ihr eigenes Tor zu verteidigen, um aus Umschaltsituationen zwingende Offensivaktionen zu kreieren. Prädikat: intensiv, aber beileibe keine Augenweide. Immerhin: Unser Team ist noch unbesiegt.
TeBe: Bangsow – Fleddermann, Frölich, Pourfard – Jagnjic, Martens, Bokake-Befonga, Getmanchuk – Moradi, Meißner (86. Kummerow), Balsüzen (46. Hounsa). Zuschauer: 258.





