Stellungnahme des Aufsichtsrats zur aktuellen Situation
Der Aufsichtsrat von Tennis Borussia Berlin e.V. hat den aus dem Kreis der Jugendtrainer gestellten Antrag auf Absetzung des Vorstandsvorsitzenden Ariel Gala abgelehnt. Gleichwohl erkennt er an, dass es strukturelle Defizite gibt, die aufgearbeitet werden müssen. Das schließt explizit auch solche mit ein, die vom Vorstand angesprochen wurden.
Eine Absetzung des Vorstandsvorsitzenden behebt jedoch weder vorhandene Defizite, noch trägt sie zu deren Aufarbeitung bei. Eine solche Aufarbeitung muss aus Sicht des Aufsichtsrats ergebnisoffen und ohne Vorverurteilungen gegen einzelne Personen geschehen. Vor allem aber muss sie zur Etablierung belastbarer und zukünftigen Missständen vorbeugender Strukturen führen.
Der Aufsichtsrat sieht einen Streik im Jugendfußball nicht als geeignetes Mittel für eine vereinsinterne Auseinandersetzung und hat versucht einen solchen durch deeskalierendes Handeln zu verhindern. An einem als Informationsgespräch angekündigten Treffen mit Trainern und Co-Trainern der Jugendabteilung haben Mitglieder des Aufsichtsrats ausschließlich mit dem Wissen und auf Entsendung des gesamten Aufsichtsrats hin teilgenommen. Alleingänge einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats gab es explizit nicht.
Ferner möchte der Aufsichtsrat klarstellen, dass er sich nicht von Dritten innerhalb wie außerhalb des Vereins unter Druck setzen lässt. Als demokratisch gewähltes Gremium ist er allein der Mitgliederversammlung des Vereins rechenschaftspflichtig. Er ist kein operativ handelndes, sondern ein kontrollierendes Organ.
Der Aufsichtsrat ruft alle Beteiligten, alle Mitglieder und alle Fans von Tennis Borussia zur Besonnenheit auf und dazu, gemäß der Satzung und der Werte des Vereins zu handeln. Vorkommnisse wie jene rund um das Pokalspiel beim SV Süden 09 widersprechen diesen Werten. Beleidigungen, diskriminierende Äußerungen und körperliche Konfrontationen verurteilt der Aufsichtsrat ausdrücklich. Ein respektvoller und gewaltfreier Umgang miteinander ist das absolute Minimum jeder vereinsinternen Diskussion.
Der Aufsichtsrat nimmt die Situation ernst und ist sich seiner Verantwortung bewusst. Der Verein lebt nicht vom Gegeneinander, sondern vom Miteinander. God save TeBe!





