Teilerfolg im Kellergipfel: 2:2 gegen Dynamo Schwerin
Für schwache Nerven war der Kellergipfel zwischen unseren Lila-Weißen und Dynamo Schwerin auf der Hans-Rosenthal-Anlage nichts! Der größte Atemstocker der unter widrigen Umständen (Zuschauerzahl musste leider begrenzt werden) zu Stande gekommenden Partie ereignete sich in der 66. Minute. Beim Stand von 2:2 gab es einen Foulelfmeter für Dynamo: Nach einer schnellen Passpassage tief aus der eigenen Hälfte war der wieselflinke Almansori ins Tempo geraten, zu flink für Marlon Kolobaric und Anton Pourfard, durch dessen Einsatz der Schweriner im Strafraum schließlich zu Fall kam. Gästekapitän Schilling schoss scharf aufs linke unter Eck, aber Keeper Yannik Bangsow machte sich ganz lang und lenkte den Ball um den Pfosten – ganz stark, Yannik!
Vor und nach dieser Schlüsselszene war es eine verteilte Partie, in der wir mehr den Ball hatten, aber Schwerin öfter die Umschaltmomente. In der nervösen Anfangsphase wurde aus einem unsauberen Rückpass eine Steilvorlage für den Dynamo Reit, der das Geschenk annahm: 0:1 (19.). Der Rückstand weckte unsere Elf aber so richtig. Bis zur Pause drehte sie den Rückstand: Eimir Can Gencel verwandelte einen Foulelfmeter sicher wie gewohnt (27., verwirkt am unermüdlichen Phillip Martens), Fabian Klawa verwertete eine Flanke von John Dethlefs per Direktabnahme (44.).
Nach der Pause drückte Dynamo aufs Tempo, versuchte unsere Geschwindigkeitsnachteile auszunutzen, was Mohammadi nach einer Stunde leider auch gelang, sein abgefälschter Schuss aus 16 Metern trudelte in die Maschen. Yanniks Großtat beim Elfmeter brachte unser Team dann wieder zurück in die Partie, die bis zum Schluss umkämpft, aber ohne weitere Tore blieb.
Letztlich ist es ein gewonnener Punkt. In unserer Mannschaft konnten einige nicht nahtlos an die Form gegen Tasmania anknüpfen, kollektive Leidenschaft und Kampfkraft verhinderten aber einen Rückschlag, der sehr weh getan hätte. So dicht gedrängt wie es zwischen Platz 14 (Rathenow, 26 Punkte) und Platz neun (Wismar, 31 Punkte) zugeht, sind wir mit nunmehr 27 Punkten im Rennen geblieben und können am Sonntag (14 Uhr, Fischerstraße) Sparta bei einem Auswärtssieg tabellarisch einholen, Wir haben unser Schicksal in der eigenen Hand!
TeBe: Bangsow – Ceesay, Frölich, Pourfard – Klawa, Martens, Gencel, Abu Hejab (62. Iraki) – Kolobaric, Dethlefs (76. Kummerow), Jobe. Zuschauer: 200






