Rennen, Kämpfen, Köpfen: Wichtiger Punkt in Mahlsdorf
Das lief dieses Mal wirklich besser, als es zu erwarten gewesen wäre: Die Anreise nach Mahlsdorf zum Sportplatz „Am Rosenhag“ blieb ohne Zwischenfälle, das Spiel war angenehm fair, unsere Anhänger hatten einen eigenen abgesperrten Bereich mit Getränkewagen – und am Ende konnten wir sogar einen wichtigen Zähler auf die lange Heimfahrt vom östlichen Stadtrand mitnehmen.
Herz, was willst Du mehr, könnte man sich da fragen. Und doch wäre sogar eben noch mehr dringewesen als der eine Zähler, wenn nicht Mahlsdorf-Keeper Paul Büchel in den Schlussminuten gar so geglänzt hätte. Beim Stand von 1:1 hatten wir in den Schlussminuten drei Kopfballchancen (Steven Roßbach, zweimal Anton Pourfard) nach perfekt getretenen Standards von Emir Can Gencel, die glänzend vereitelt wurden, und dazu noch einen Kunstschuss von Bastian Kummerow, den Büchel nahezu artistisch über die Latte lenkte.
Mit einem so fulminanten Finish hatten die Gastgeber offenbar nicht gerechnet, zu sehr hatten sie in der zweiten Hälfte den Ton angegeben – aber eben kaum klare Chancen erarbeitet. Bei der dicksten half uns allerdings in Minute 69 der Innenpfosten, der einen Kopfball von Mahlsdorfs Benkert entschärfte. Ansonsten liefen sich alle Borussen die Lunge aus dem Leib und packten auch mal die Grätsche aus, um die schnellen Ballstafetten der Mahlsdorfer so gut es ging zu unterbrechen – und es gelang meist rechtzeitig.
Nicht nur in der Schlussphase war es insgesamt eine Partie der Standards: Nach elf Minuten durften wir jubeln, eine Ecke von Matteo Kastrati drückte Ebrima Jobe unwiderstehlich in den Mahlsdorfer Kasten. Ein Feldtor brachten auch die Mahlsdorfer nicht zuwege, brauchten sie auch nicht. Nach einem etwas unglücklichen Rückpass der Unseren gab es in der Nachspielzeit von Hälfte eins eine Ecke für Mahlsdorf, die Oberliga-Toptorjäger Stettin per Kopf in unsere Maschen wuchtete.
Mehr Tore gab es in dieser intensiven Partie nicht und somit den wichtigen Zähler, der uns auf Platz zwölf hievt und uns im nächsten Spiel bei einem Sieg an Gegner Optik Rathenow (Freitag, Stadion Wilmersdorf, 14 Uhr) vorbeiziehen lassen könnte.
TeBe: Bangsow – Roßbach, Frölich, Pourfard – Klawa, Martens, Gencel, Kastrati (62. Kolobaric) – Moradi (75. Kummerow), Dethlefs (90.+4 Balsüzen), Jobe. Zuschauer: 219






