Weiter unbesiegt in Wilmersdorf: 1:1 gegen Siedenbollentin
Das 1:1-Remis gegen Siedenbollentin hat uns zwar tabellarisch nur einen Rang nach oben gebracht – wichtig aber war vor allem, dass die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht als bei der 1:5-Klatsche bei Sparta zeigte: bissig, aggressiv, lauf- und zweikampffreudig!
Und nicht zuletzt auch resistent gegen Rückschläge. Ein solcher ereilte uns bereits nach elf Minuten, als Bolle-Kicker Kortüm sich auf der linken Seite durchsetzen konnte und abzog. Yannik Bangsow konnte zwar parieren, doch SVS-Routinier Klimko war im Nachschuss nicht zu stoppen. 0:1 – und das mitten hinein in eine starke lila-weiße Anfangsphase, in der die Gäste Ebrima Jobes Kopfball (4.) gerade noch auf der Linie klären konnten.
Unser Team aber zeigte dieses Mal keine Wirkung und bearbeitete den Gegner unermüdlich, dessen Spieler über Erfahrung aus mehreren Hundert Oberliga-Partien verfügen. Und das ständige Nachsetzen zahlte sich aus: Gästekeeper Krause missglückte unter Druck ein Abwehrschlag, Wirbelwind „Mo“ Moradi fing den Ball ab und schlenzte ihn ins verwaiste Tor: 1:1 in der 33. Minute, Jubel, Trubel, Hoffnung auf den Rängen des Stadion Wilmersdorf!
In der zweiten Hälfte erkämpfte sich unser Team ein Chancenplus, man merkte, dass Lila-Weiß mit aller Macht drei Punkte wollte: Emir Can Gencels Standards brachte mehrfach den aufgerückten Malik Ceesay in torgefährliche Kopfballsituationen, Fabian Klawas Direktabnahme strich knapp am Pfosten vorbei (56.), Ebrimas Distanzschuss wurde auf der Linie geklärt (70.). Phillip Martens’ Volley (80.) segelte um Zentimeter am Dreiangel vorbei. Doch auch wir benötigten zweimal Glück: Ein kurzer gedanklicher Aussetzer auf der linken Defensivseite ermöglichte SVS-Goalgetter Eidtner einen Schuss, der die Latte streifte (49.), ein Fehlpass von Yannik (76.) auf nassem Rasen brachte wieder Eidtner in Schussposition, doch konnte die vereinigte Innenverteidigung die Situation im Fünfmeterraum bereinigen.
Insgesamt bot das Team unseres Trainers Jeffrey Seitz alles auf, was im Kampf um den Ball nur möglich war, und glich damit die physischen Vorteile und den Erfahrungsvorsprung der Gäste mindestens aus. Eindeutig die richtige Einstellung im Abstiegskampf, der in unverminderter Schärfe anhält und uns in Mahlsdorf am kommenden Sonntag vor die nächste schwere Prüfung stellt.
TeBe: Bangsow – Ceesay, Frölich, Pourfard – Klawa, Gencel, Martens, Kastrati – Kolobaric, Jobe, Moradi.






