„Jeden Spieler weiterbringen“

Seit Mittwoch ist Andreas Kerwin neuer TeBe-Nachwuchskoordinator. Davor trainierte er unsere U17 in der Regionalliga Nordost. Im Interview stellt er sich und seine Ziele vor.

Andreas, du bist seit etwas mehr als zwei Jahren bei TeBe und hast bisher die U17 trainiert. Was waren für dich die prägendsten Erlebnisse?

Das prägendste Erlebnis war das Relegationsspiel zum Bundesligaaufstieg gegen Osnabrück vor anderthalb Jahren. Wir haben im Mommsenstadion gespielt und uns im Elfmeterschießen durchgesetzt, das war ein unbeschreibliches Gefühl. Aus dem Jahr in der Bundesliga habe ich dann viel mitgenommen. Es war überragend, gegen Mannschaften wie Werder Bremen oder Hertha BSC zu gewinnen und es war eine Riesensache, zu sehen, unter welchen Bedingungen und mit welcher Infrastruktur professionelle Mannschaften arbeiten können.

Was muss ein Verein wie TeBe machen, um im Nachwuchsbereich gegen solche Teams mitzuhalten?

Es ist schon sehr schwierig geworden, als Amateurverein da zu bestehen. Aber man hat gesehen, dass es mit akribischer Arbeit und etwas Glück möglich ist, mitzuhalten. Auch wenn wir direkt wieder abgestiegen sind: Wir hatten eigentlich eine gute Punktzahl geholt und am Ende hat es nur knapp nicht gereicht.

Wie schätzt du den bisherigen Saisonverlauf unserer Nachwuchsmannschaften ein?

Mit der U17 hatten wir einen ordentlichen Start. Man sieht die Steigerung der Spieler und das muss immer im Vordergrund stehen. Beim Spiel gegen den Tabellenführer Hertha Zehlendorf am Samstag wird sich zeigen, wo die Reise hingeht. Ich glaube schon, dass wir oben angreifen können. Die U19 spielt ganz oben mit und steht besser da als in den letzten beiden Jahren – und das mit sehr vielen jüngeren Spielern im Kader, die sich sehr, sehr gut behaupten. Die U15 hat noch ein paar Probleme, hat aber auch Potential und wird sich noch stabilisieren. Da sind sehr viele Neue dabei, das muss sich erst mal finden. U16 und U14 sind Mannschaften, die die Spieler auf den älteren Jahrgang vorbereiten. Da ist die Ausbildung ganz, ganz wichtig. Ich finde, die machen da auch einen guten Job.

Worauf wirst du als Nachwuchskoordinator den Schwerpunkt legen?

Der Schwerpunkt liegt erstmal darauf, jeden Spieler persönlich weiterzubringen. Sie müssen merken, dass sie bei TeBe richtig gefördert werden. Die Trainer werden wir mit internen Fortbildungen ebenfalls weiterentwickeln, um in verschiedenen Punkten eine wirklich gute Ausbildung für die Jungs zu generieren.

Und was sind die langfristigen Ziele?

Ehrlich gesagt ist es schon mein Ziel, mit den Mannschaften oben anzugreifen. Ich weiß, wie schwer das ist. In den Regionalligen gibt es Teams mit Nachwuchsleistungszentren, die auch in die Bundesliga wollen. Langfristig sollten wir uns trotzdem vornehmen, dass sich die Jungs regelmäßig mit den besten Gegnern messen und weiterentwickeln können. Das würde TeBe auch mit Blick auf den Männerbereich helfen.

Wie bewertest du aktuell denn den Übergang vom Nachwuchs- in den Männerbereich?

Es sind zuletzt schon einige Jugendspieler hochgekommen. Es muss auch weiterhin das Ziel sein, die Ausbildung so gut hinzukriegen, dass es immer wieder einige Jugendspieler in den Männerbereich schaffen. Es ist klar, dass sie dort nicht gleich große Leistungsträger sein können. Eine Stütze können sie für den Männerbereich, hoffentlich irgendwann auch wieder in der Regionalliga, aber schon sein.

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