Karriereende für Vincent Rabiega

Bittere Nachricht für Vincent Rabiega: Verletzungsbedingt muss der TeBe-Stürmer mit nur 25 Jahren seine aktive Laufbahn beenden. Nach insgesamt 92 Pflichtspieleinsätzen in der Regionalliga- und Oberliga verhindern langwierige Knieprobleme seine Rückkehr aufs Spielfeld.

Rabiega war im Sommer 2019 vom BFC Dynamo ins Mommsenstadion gewechselt und schlug direkt gut ein: In seiner ersten Saison für die Lila-Weißen erzielte er in 16 Spielen 12 Tore. Damit hatte er einen gehörigen Anteil am Aufstieg in die Regionalliga. Schon in der Winterpause der selben Saison setzte ihn allerdings eine Knieverletzung außer Gefecht. Comeback-Versuche waren nicht erfolgreich, schon in der abgebrochenen Regionalligasaison 2020/21 konnte er nur zeitweise mit der Mannschaft trainieren.

Dem Fußball und TeBe bleibt Vincent Rabiega trotzdem erhalten: In der kommenden Saison wird er als Co-Trainer der U19 tätig werden und gleichzeitig die Trainer-B-Lizenz anstreben. Wie er sein Karriereende verarbeitet, welche guten Erinnerungen bleiben und was er sich für seine neue Laufbahn an der Seitenlinie vornimmt, hat Rabiega im Interview mit tebe.de und dem Podcast des „Lila Funk“ erzählt.

Welche Verletzung ist genau Schuld an deinem Karriereende?

Um ehrlich zu sein, ist es die Anzahl an Verletzungen und Operationen, die mein Knie nun nicht mehr verkraftet hat. Durch die vielen Disbalancen die entstanden sind und die ganzen Traumata heißt es nun, Abschied vom Leisstungssport zu nehmen, damit die Hoffnung besteht, nicht schon mit 30 ein künstliches Knie zu bekommen.

25 Jahre sind für einen Fußballer eigentlich kein Alter. Wie verkraftest du das Aus?

So richtig verkraften tut man das eigentlich gar nicht. Jedes mal, wenn man sieht, wie die Jungs auf dem Platz rennen bis zum Umfallen, werde ich extrem eifersüchtig und traurig zugleich. Jedoch wird das Trainerdasein mir helfen, das alles zu verkraften, indem ich den Jungs helfen kann, sich zu verbessern und eventuell vermeiden kann, dass sie die gleichen Fehler machen wie ich in meiner Karriere.

Auch wenn du bei TeBe insgesamt nur 19 Pflichtspiele absolvieren konntest, hast du dich beim Publikum direkt beliebt gemacht. Was sind deine schönsten Erinnerungen aus den zwei Jahren bei uns?

Der Aufstieg aus der Oberliga in die Regionalliga. Ansonsten ist die Auswärtspartie zum Auftakt gegen Tasmania Berlin mit den vielen Fans im Rücken zu nennen, das war ein mega krasses Spiel. Und nicht zu vergessen: das richtungsweisende Spiel bei Hertha 03 Zehlendorf.

In Zukunft stehst du bei der U19 als Co-Trainer an der Seitenlinie. Was sind deine Ziele als Trainer?

Als Trainer möchte ich zu aller erst meine Lizenzen machen, um den theoretischen Teil verstanden zu haben und diesen auch bei meiner Mannschaft anwenden zu können. Mein Ziel ist es, die Jungs weiterzuentwickeln. Ich möchte, dass jüngere Spieler aus meinen positiven als auch negativen Erfahrungen profitieren können. Mein Bruder ist im selben Alter wie meine Mannschaft, er wird auch ein Teil dieser werden. Wie sich meine Zeit als Trainer entwickelt, das wird man sehen. Jetzt zählt für mich erst einmal die kommende Aufgabe mit der U19.

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