Remis gegen Optik: Traumtor rettet den Punkt

Haben wir jetzt zwei Punkte verloren oder einen gewonnen? Darüber herrschte Unsicherheit nach dem 1:1 gegen den Kellernachbarn aus Rathenow, dem dritten Remis der Lila-Weißen in Folge. Klar ist, dass es jetzt ein Taschenrechner-Finale um den Klassenerhalt wird.

Dyanmo Schwerin liegt nach der 0:1-Niederlage gegen Hansa Rostock II zwei Punkte hinter uns auf dem direkten Abstiegsrang 14, der Berliner AK kann am Sonntag an uns vorbeiziehen, falls ein Heimsieg gegen Croatia gelingt. Von den vier Mannschaften am Tabellenende mit realistischen Chancen auf den Klassenerhalt hat Optik nun die beste Ausgangslage.

Entsprechend war der Jubel groß bei den Schützlingen von Trainerurgestein Ingo Kahlisch, als Schiedsrichter Lämmchen die Partie abpfiff. Vor Beginn war aber eine Weile unklar, ob diese überhaupt angepfiffen wird. Das Sportamt hatte die Football-Linien auf dem Rasen des Stadion Wilmersdorf nicht entfernt, sie waren deutlicher zu erkennen als die Fußballlinierung. Beherzte TeBe-Fans schrubbten dann die Football-Grundlinie provisorisch weg, so dass die Partie mit 25 Minuten Verspätung vor über 700 Zuschauern dann doch beginnen konnte.

Die nervliche Belastung war beiden Teams anzumerken: Konstruktives Spiel war auf beiden Seiten kaum zu sehen, lange Bälle, die selten präzise ausfielen und noch seltener für die jeweiligen Angreifer festzumachen zu waren, bestimmten das Bild. Die Gäste kamen mit dem zerfahrenen Geschehen etwas besser zurecht, zumindest hatten sie die besseren Chancen: Nach einer halben Stunde kullerte der Ball des Rathenowers Keles nach einem weiten Anspiel seines Keepers Hawwary haarscharf am langen Pfosten vorbei. Vorausgegangen war ein Dreiermissverständnis zwischen Linus Frölich, Steven Roßbach und Keeper Yannik Bangsow . Wenige Minuten später war wieder nach einem Abschlag Koré frei durch, Yannik verhinderte den Treffer.

In Hälfte zwei ein ähnliches Bild, lange Schläge blieben auf beiden Seiten das Mittel der Wahl. In der 57. Minute nutzte der Optiker Keles einen missglückten Klärungsversuch von Anton Pourfard frei vor dem Tor zum 0:1. Drei Minuten später gelang Emir Can Gencel aus 20 Metern äußerst sehenswert der Ausgleich. So richtig beflügelte der unser Team aber nicht, weitere wirklich gefährliche Gelegenheiten blieben bis zum Schlusspfiff aus.

Fazit: Die Hängepartie am Rand des Abgrunds geht weiter, die Mannschaft konnte leider an die ansprechenden Leistungen gegen Siedenbollentin und in Mahlsdorf nicht anknüpfen. Vielleicht liegt uns am nächsten Sonntag der spielstärkere Gegner Hansa II in Rostock besser als die kompakten Rathenower, die ihr Karo-einfach-Spiel am Freitag durchzusetzen vermocht hatten.

Unserer brenzligen Situation angemessen war gegen Optik allerdings der große Support! Von dem brauchen wir so viel wie möglich auch im Rostocker Volksstadion! Don’t Stop Believing!

TeBe: Bangsow – Roßbach, Frölich, Pourfard – Klawa (60. Kolobaric), Gencel, Martens, Abu Hejab (76. Balsüzen) – Moradi (60. Isik), Dethlefs (80. Emini), Jobe. Zuschauer: 717

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